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Wladimir Putin: Unfassbare Blamage - Putin-Soldaten verraten Geheimpläne bei Telegram

Wladimir Putins Soldaten haben sich im Ukraine-Krieg blamiert. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Soldaten verraten geheime Pläne bei Telegram
  • Wladimir Putin blamiert nach massivem Geheimnisverrat
  • Ukraine-Krieg aktuell: Kreml-Kämpfer veröffentlichen Täuschungsplan

Während Moskaus Geheimdienste routinemäßig vor westlichen Cyber-Angriffen warnen, hat sich das 143. Gardemotorregiment der russischen Armee "einen anderen Weg ausgesucht": Die Soldaten veröffentlichten ihre militärischen Geheimnisse einfach selbst. Nach Recherchen des unabhängigen russischen Mediums "ASTRA" spielte sich der Sicherheitsvorfall in einer öffentlich zugänglichen Telegram-Gruppe ab. Putin-Kritiker sprechen von der nächsten Blamage - bereits zuvor war bei ihnen nach einem mutmaßlich falschen Bombenabwurf die Aufregung groß.

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Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Soldaten verraten geheime Pläne bei Telegram

Beinahe zwölf Monate lang konnten in der Telegram-Gruppe beliebige Nutzer mitlesen, wie vertrauliche militärische Informationen der russischen Streitkräfte geteilt wurden. Der gewählte Name war dabei durchaus selbstreflektiert: "Blyadskaya Organizatsiya" – zu Deutsch etwa "Scheiß-Organisation". Was als interne Kommunikationsplattform gedacht gewesen sein mag, entwickelte sich zu einer öffentlichen Fundgrube für jedermann. Tag für Tag wurden dort sensible Militärdaten gepostet.

Wladimir Putin blamiert nach massivem Geheimnisverrat

Die Liste der veröffentlichten Informationen liest sich wie ein Handbuch für feindliche Aufklärung. Täglich wurden Zugangslinks zu vertraulichen Videokonferenzen der Stabschefs und Führungsoffiziere des Regiments im Chat geteilt. Jeder, der wollte, konnte sich theoretisch in strategische Besprechungen einklinken.

  • Doch das war erst der Anfang. Die Soldaten posteten nach Angaben von "ASTRA" auch Listen mit Soldatennamen, Anträge für Munitionsbedarf sowie technische Informationen zu Überwachungssystemen. Hinzu kamen Benutzernamen und Kennwörter für verschiedene militärische Systeme.

Besonders brisant: Auch die Zugangsdaten zu Drohnen-Videostreams landeten in der Gruppe. Damit konnte praktisch jeder Internetnutzer die militärische Situation an der Front in Echtzeit verfolgen - eine digitale Einladung an potenzielle Gegner.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml-Kämpfer veröffentlichen Täuschungsplan

Unter den geleakten Dokumenten befanden sich auch interne Papiere des Stabes der 5. russischen Armee. Diese enthielten nicht nur Informationen über eigene Verluste und Schwierigkeiten bei der Versorgung, sondern auch einen detaillierten Täuschungsplan für die Region um Wremiwka.

Die Strategie sah vor, die ukrainischen Aufklärer mit fingierten Stellungen und inszenierter Truppenbewegung in die Irre zu führen. Mit vorgetäuschten militärischen Aktivitäten sollte der Gegner falsche Schlüsse über die tatsächliche Lage ziehen. Die russische Seite konterkarierte ihre eigene Desinformationskampagne, bevor sie überhaupt richtig beginnen konnte.

Russen-Soldaten verraten Geheimcodes für Angriff

Als wäre das noch nicht genug gewesen, enthielt der Chat laut "ASTRA" auch die militärischen Code-Bezeichnungen für Gewässer in den ukrainischen Regionen Saporischschja und Donezk. Die Logik dahinter: Bei Sprach- und Videoübertragungen sollten ukrainische Flüsse unter russischen Decknamen kommuniziert werden, um potenzielle Lauscher zu verwirren.

  • Diese Verschlüsselung hätte durchaus Sinn ergeben - wenn man die komplette Aufschlüsselungsliste nicht gleichzeitig öffentlich gemacht hätte. Damit war auch dieser Versuch einer operativen Sicherheit von Anfang an wertlos.

Ukraine-Krieg aktuell: Geheim-Panne fliegt erst nach einem Jahr auf

Nach beinahe zwölf Monaten öffentlicher Verfügbarkeit kam Ende April endlich Bewegung in die Sache. Ein Administrator der Gruppe bemerkte plötzlich, dass unbekannte Personen dem Chat beitraten. Laut "ASTRA" erfolgten seit dem 4. Mai keine weiteren Aktualisierungen mehr in der Gruppe. Der digitale Informationsfluss versiegte damit - allerdings erst, nachdem der Schaden längst angerichtet war. Welche Konsequenzen die Beteiligten zu erwarten haben, ist bislang nicht bekannt.

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