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Wladimir Putin: Geheimes Treffen mit Ex-Kanzler - was über das Vieraugengespräch bekannt ist

Wladimir Putin und Gerhard Schröder Bild: Alexei Druzhinin/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa/dpa

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  • Wladimir Putin hat Gerhard Schröder zu einem Vieraugengespräch im Kreml empfangen
  • Der Kremlchef lobt den Ex-Kanzler öffentlich als vertrauenswürdigen Vermittler
  • In der EU gelten die Chancen für eine offizielle Vermittlerrolle jedoch als gering

Vor dem Hintergrund möglicher Gespräche zwischen Europa und Russland hat sich Wladimir Putin mit Altkanzler Gerhard Schröder getroffen. "Ja, sie haben sich getroffen. Es war ein gutes Gespräch", erklärte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow laut Kremlangaben. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt. Über konkrete Inhalte wurde zunächst nichts bekannt.

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Brisant ist das Treffen vor allem deshalb, weil zuletzt verstärkt über mögliche Gesprächskanäle zwischen Russland und Europa spekuliert wurde. Kurz vor Bekanntwerden des Treffens hatte Putin den ehemaligen Bundeskanzler bereits öffentlich als möglichen Vermittler ins Gespräch gebracht. Als Unterhändler kämen nur neutrale Persönlichkeiten infrage, "denen man vertrauen kann", erklärte der Kremlchef bei einem Treffen mit internationalen Nachrichtenagenturen in St. Petersburg. Besonders auffällig: Putin zeigte sich irritiert darüber, dass seine Unterstützung für Schröder in Deutschland kontrovers diskutiert werde. Es gehe nicht darum, ob Schröder sein Freund sei oder nicht. Vielmehr sei der ehemalige Kanzler ein Staatsmann, der deutsche Interessen vertrete und eigene Positionen verteidige, sagte Putin.

EU sieht Vermittlerrolle von Gerhard Schröder skeptisch

In Brüssel stößt die Idee jedoch auf erhebliche Vorbehalte. Die Ernennung eines externen Vermittlers, der keiner Regierung angehört, gilt unter EU-Diplomaten derzeit als äußerst unwahrscheinlich. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte bereits vor entsprechenden Debatten: "Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will." Neben Schröder wurden zuletzt auch andere prominente Namen als mögliche Vermittler genannt – darunter Angela Merkel, Finnlands Präsident Alexander Stubb und Ex-EZB-Chef Mario Draghi.

Trotz der anhaltenden Kämpfe im Ukraine-Krieg wächst in europäischen Hauptstädten die Hoffnung auf spätere Verhandlungen. Aus Regierungskreisen heißt es, dass sich möglicherweise langsam ein Zeitfenster für Gespräche mit Russland öffnen könnte. "Langsam öffnet sich ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland." Gleichzeitig wird jedoch betont, dass schnelle Fortschritte nicht zu erwarten seien. Die jüngsten Kämpfe zeigten vielmehr, dass mögliche Verhandlungen wohl erst in einigen Monaten realistischer werden könnten.

Merz, Macron und Starmer beraten mit Selenskyj

Noch bevor konkrete Verhandlungen beginnen könnten, laufen intensive Abstimmungen auf westlicher Seite. Bereits am Sonntag wollen Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premierminister Keir Starmer mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London beraten. Die sogenannte E3-Gruppe aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien spielte bereits in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei diplomatischen Initiativen rund um den Krieg. Auch die anstehenden Gipfeltreffen der G7, der Europäischen Union und der Nato dürften das Thema auf die Tagesordnung setzen.

Schröders Russland-Verbindungen sorgen weiter für Kritik

Gerhard Schröder gilt bis heute als einer der umstrittensten Ex-Politiker Deutschlands. Während seiner Kanzlerschaft pflegte er ein enges Verhältnis zu Putin. Noch kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Kanzleramt wurde der Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream vereinbart. Später übernahm Schröder Spitzenposten bei der Nord Stream AG und beim russischen Energiekonzern Rosneft. Kritiker bezeichneten ihn deshalb jahrelang als russischen Lobbyisten. Dennoch wurde der Altkanzler kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges im Frühjahr 2022 auf Wunsch der ukrainischen Seite als möglicher Vermittler eingebunden – allerdings ohne Erfolg.

Unklar bleibt zudem, ob Schröder überhaupt eine aktive Vermittlerrolle übernehmen könnte. Der heute 82-Jährige hatte im vergangenen Jahr mehrfach geplante Zeugenaussagen wegen einer Burnout-Erkrankung abgesagt. Ob er gesundheitlich in der Lage wäre, eine diplomatische Schlüsselrolle zwischen Russland und Europa auszufüllen, ist derzeit nicht bekannt.

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/news.de/dpa

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