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Wladimir Putin: Bewusste Provokation - Kremlchef spricht über möglichen Nato-Angriff

Wladimir Putin hat einem möglichen Angriff auf die Nato widersprochen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Ramil Sitdikov

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  • Wladimir Putin spricht von Provokation - was er über einen Nato-Angriff sagt
  • Wladimir Putin nennt angebliches Motiv für Kreml-Ängste
  • Wladimir Putin: "Wozu sollte Russland die Nato angreifen?"

Am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg hat sich der russische Präsident Wladimir Putin zu westlichen Befürchtungen über eine mögliche Aggression Moskaus gegen Nato-Staaten geäußert. Bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen, zu denen auch die Deutsche Presse-Agentur zählte, wies er diese Warnungen kategorisch zurück.

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Wladimir Putin spricht von Provokation - was er über einen Nato-Angriff sagt

Die verbreitete Angst vor einer russischen Bedrohung bezeichnete Wladimir Putin mit Nachdruck als "Unsinn". Darüber hinaus gehe es um mehr als bloße Falschdarstellung: "Aber meiner Meinung nach ist es nicht nur Unsinn - es ist eine bewusste Provokation", erklärte Putin.

Nach Darstellung des russischen Präsidenten werde gezielt "eine Bedrohungslage heraufbeschworen, die in Wirklichkeit gar nicht existiert". Mit dieser Rhetorik reagierte Putin auf wiederkehrende Warnungen westlicher Politiker vor einem möglichen russischen Angriff auf Nato-Territorium.

Wladimir Putin nennt angebliches Motiv für Kreml-Ängste

Der Kremlchef lieferte seine Interpretation für die seiner Ansicht nach künstlich geschaffenen Ängste.

  • Das eigentliche Ziel dieser Warnungen sei es, "die Bevölkerung der eigenen Länder dazu zu zwingen, mehr Geld für die Verteidigung auszugeben", erklärte Putin.
  • Die angebliche Bedrohung durch Russland diene somit lediglich als Rechtfertigung für erhöhte Militärbudgets.

Putin äußerte sich überrascht darüber, dass Teile der europäischen Bevölkerung solchen Darstellungen Glauben schenkten. Die Situation bewertete er mit den Worten:

  • "Es wäre lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre."

Wladimir Putin: "Wozu sollte Russland die Nato angreifen?"

Mit einer rhetorischen Frage versuchte Putin, die Vorstellung eines russischen Angriffs auf Nato-Gebiet als absurd darzustellen.

  • "Jeder, der denkt, dass Russland das Territorium der Nato überfallen könnte, sollte sich die Frage stellen: Wozu?", formulierte der Kremlchef seine Argumentation.

Als zusätzliches Argument führte Putin die militärischen Kräfteverhältnisse an. Das westliche Verteidigungsbündnis verfüge über eine militärische Überlegenheit gegenüber Russland, so die implizite Botschaft des Präsidenten. Diese Feststellung sollte offenbar unterstreichen, dass ein Angriff auf Nato-Territorium aus russischer Sicht weder sinnvoll noch erfolgversprechend wäre.

Putins Glaubwürdigkeit durch Ukraine-Invasion erschüttert

Die Versicherungen des russischen Präsidenten stoßen in westlichen Hauptstädten seit seinem Ukraine-Überfall auf erhebliche Skepsis. Seine Beteuerungen, keine Angriffe auf Nato-Territorium zu planen, werden dort regelmäßig infrage gestellt. Die Zweifel gründen sich auf Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit.

Vor dem Einmarsch in die Ukraine hatte der Kreml ebenfalls kategorisch dementiert, einen militärischen Überfall vorzubereiten. Moskau ließ verkünden, dass keinerlei kriegerische Absichten bestünden. Am 24. Februar 2022 startete Russland dennoch seine Invasion gegen das Nachbarland.

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/news.de/dpa/stg

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