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Donald Trump vs. E. Jean Carroll: Pikante Umfrage verpasst "The Don" den nächsten Rückschlag

Bittere Klatsche für Donald Trump: Seine Anklägerin E. Jean Carroll kostete den US-Präsidenten nicht nur knapp 90 Millionen Dollar, sondern auch den Rückhalt seiner treuesten Wähler, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • US-Autorin verklagte Donald Trump wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung
  • Aktuelle Umfrage enthüllt: Amerikaner schenken Missbrauchsopfer mehr Glauben als dem US-Präsident
  • Donald Trump lässt gegen Klägerin E. Jean Carroll ermitteln

Schon vor seiner Rückkehr ins Weiße Haus stand Donald Trump unter medialer Dauerbeobachtung - eine Frau namens E. Jean Carroll war daran nicht unbeteiligt. Gleich mehrfach zog die US-Autorin gegen den US-Präsidenten vor Gericht: Ende 2019 reicht Carroll eine Verleumdungsklage gegen Trump ein, drei Jahre später folgte eine Zivilklage, in der Donald Trump des sexuellen Missbrauchs und der Körperverletzung bezichtigt wurde.

Donald Trump von E. Jean Carroll vor Gericht gezerrt - dieser Streit wurde für "The Don" richtig teuer

Im Jahr 2023 kam eine New Yorker Geschworenenjury zu dem Schluss, dass der heutige Präsident die Autorin 1996 in einem Nobelkaufhaus sexuell angegriffen und anschließend verleumdet hatte. Das Gericht sprach Carroll damals fünf Millionen Dollar Entschädigung zu. Das zweite Verfahren wegen Verleumdung endete Anfang 2024 mit einer noch höheren Summe: 83,3 Millionen Dollar musste Trump zahlen. Insgesamt belaufen sich die Entschädigungen damit auf 88,3 Millionen Dollar.

Bis heute bestreitet Donald Trump sämtliche Vorwürfe und wehrt sich gegen die Urteile. Nun will der Republikaner zurückschlagen: Trumps Anwälte kündigten Anfang Juni an, das von E. Jean Carroll erwirkte Verleumdungsurteil vor dem Supreme Court anzufechten. Das höchste Gericht der USA befasst sich bereits mit einer Berufung zum ersten Urteil.

Donald Trump erlebt Umfrage-Rückschlag nach Missbrauchsprozess

Allerdings ist es nicht nur ein harter finanzieller Schlag, der Donald Trump von E. Jean Carroll zugefügt wurde - die US-Autorin hat "The Don" auch in Sachen Glaubwürdigkeit einen deftigen Rückschlag verpasst, wie aktuell bei "The Daily Beast" zu lesen ist. Eine aktuelle Umfrage von YouGov und "The Economist" verrät schwarz auf weiß, dass die amerikanische Bevölkerung E. Jean Carroll im Streit mit Donald Trump weitaus mehr Vertrauen schenkt als dem Präsidenten. Fast doppelt so viele Befragte halten die Darstellung der Autorin für glaubwürdig.

Umfrage-Klatsche für Donald Trump: Selbst MAGA-Fans haben Zweifel an Trumps Behauptungen

Besonders ausgeprägt fällt das Ergebnis bei unabhängigen Wählern aus. Hier stehen 54 Prozent auf Carrolls Seite, während lediglich 14 Prozent Trump Glauben schenken. Selbst unter bekennenden MAGA-Anhängern gaben sechs Prozent an, Carrolls Version der Ereignisse zu vertrauen. Die Umfrage offenbart zudem breite Zustimmung zu den Gerichtsurteilen gegen Trump. Mit 48 zu 30 Prozent befürwortet eine Mehrheit die Entschädigungszahlungen von insgesamt 88,3 Millionen Dollar, die zwei Jurys der Autorin zusprachen.

US-Justizministerium will gegen Trump-Klägerin E. Jean Carroll ermitteln - Staatsanwalt dementiert

Autorin E. Jean Carroll zerrte Donald Trump mehrfach vor Gericht - und kassierte Schadenersatz in Höhe von knapp 90 Millionen US-Dollar. Bild: picture alliance/dpa/AP | Eduardo Munoz Alvarez

Parallel zur Umfrage sorgen Berichte über Ermittlungen des US-Justizministeriums für Aufsehen. Laut "ABC News" und "CNN" untersucht die Behörde, ob E. Jean Carroll in dem Zivilverfahren gegen Trump falsche Angaben unter Eid machte. Im Zentrum steht dabei eine eidesstattliche Erklärung der Autorin. Darin hatte sie angegeben, keine externe Finanzierung für ihre Klage erhalten zu haben. Später wurde jedoch bekannt, dass der Milliardär Reid Hoffman einen Teil der Anwaltskosten und Ausgaben übernahm.

Inzwischen sorgte jedoch eine überraschende Klarstellung für Wirbel: Andrew Boutros, US-Staatsanwalt für den nördlichen Bezirk von Illinois, wies die Berichte über eine Untersuchung gegen Carroll entschieden zurück. "Die Staatsanwaltschaft in Chicago kann bestätigen, dass sie keine strafrechtliche Ermittlung gegen E. Jean Carroll eingeleitet hat – und dies auch nie getan hat", erklärte Boutros in einer offiziellen Stellungnahme. "Jede gegenteilige Behauptung ist kategorisch falsch." Laut "CBS News" richtet sich die Untersuchung stattdessen auf eine andere Spur. Demnach werde Carrolls Aussage im Rahmen einer separaten Ermittlung geprüft, die sich mit einer gemeinnützigen Organisation befasst, die mit dem Milliardär Hoffman in Verbindung steht.

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/news.de/dpa/stg

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