Donald Trump: Wegen umstrittener Geldverwendung gerät der US-Präsident in Erklärungsnot
Trump finanziert Hauptstadt-Projekte mit Nationalpark-Geldern Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Mia Lada-Klein
04.06.2026 11.40
- Eintrittsgelder aus Nationalparks fließen in Feuerwerk und Bauprojekte in Washington
- Trump-Kritiker warnen vor Nachteilen für Yellowstone, Yosemite und Naturparks
- Trumps Regierung verteidigt Maßnahmen als notwendige Modernisierung der Hauptstadt
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Zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten plant US-Präsident Donald Trump umfangreiche Verschönerungsmaßnahmen in Washington, D.C. Doch die Finanzierung der millionenschweren Projekte sorgt für Kritik. "t-online" zufolge stammen Teile der Mittel aus Einnahmen der amerikanischen Nationalparks.
Donald Trump will Millionen ausgeben für Feuerwerk und Sanierungen in Washington
Die US-Hauptstadt soll pünktlich zum Jubiläum in neuem Glanz erstrahlen. Geplant sind unter anderem aufwendige Renovierungen an bekannten Sehenswürdigkeiten sowie ein großes Feuerwerk. Allein die Pyro-Show soll Berichten zufolge rund 1,6 Millionen US-Dollar kosten. Darüber hinaus fließen Millionenbeträge in die Instandsetzung von Brunnenanlagen und historischen Wahrzeichen in Washington. Besonders im Fokus steht dabei das Gelände rund um das Lincoln Memorial.
Eintrittsgelder aus Nationalparks als Finanzierungsquelle für Donald Trumps Hauptstadt-Projekte
Wie aus internen Unterlagen hervorgehen soll, werden Teile der Finanzierung über Einnahmen aus beliebten Nationalparks wie Yellowstone und Yosemite ermöglicht. Genau dieser Punkt stößt bei Naturschutzverbänden und Interessenvertretern auf Widerstand. Kritiker argumentieren, dass viele Parks selbst mit erheblichen finanziellen Herausforderungen kämpfen. Zahlreiche Infrastrukturprojekte, Reparaturen und Modernisierungen seien dort seit Jahren aufgeschoben worden.
Naturschützer kritisieren Prioritäten der US-Regierung
Vertreter der National Parks Conservation Association äußerten deutliche Bedenken gegen die Verwendung der Gelder. Ihrer Ansicht nach sei das System ursprünglich nicht dafür gedacht gewesen, Mittel aus Naturparks für Großprojekte in der Hauptstadt einzusetzen. Zudem wird bemängelt, dass Entscheidungen über die Baumaßnahmen nicht ausreichend transparent kommuniziert worden seien. Kritiker fordern mehr Einblick in die Vergabe von Aufträgen und die Verwendung öffentlicher Gelder.
US-Regierung verteidigt die Hauptstadt-Projekte und Investitionen
Das Weiße Haus weist die Vorwürfe zurück. Regierungsvertreter betonen, dass die Investitionen dazu beitragen würden, lange vernachlässigte Anlagen in Washington zu modernisieren und für Besucher attraktiver zu machen. Nach Angaben der Regierung wurden bereits zahlreiche Brunnen und Denkmäler restauriert. Auch weitere Projekte seien geplant, um die Hauptstadt rechtzeitig zum Jubiläumsjahr aufzuwerten.
Streit um Kosten des Lincoln Memorials
Besonders intensiv wird über die Sanierung des Wasserbeckens am Lincoln Memorial diskutiert. Berichten zufolge belaufen sich die Kosten auf mehrere Millionen Dollar und liegen deutlich über früheren Schätzungen. Trump verteidigte die Maßnahmen öffentlich und bezeichnete die Renovierung als dringend notwendig. Nach Abschluss der Arbeiten werde die Anlage für viele Jahrzehnte keine größeren Sanierungen mehr benötigen, erklärte der Präsident.
Gesetz erlaubt Verwendung der Mittel für US-Einrichtungen
Rechtlich bewegt sich die Regierung offenbar im zulässigen Rahmen. Nach US-Recht müssen zwar die meisten Einnahmen aus Parkgebühren in den jeweiligen Nationalparks verbleiben. Ein Teil der Gelder darf jedoch auch für Einrichtungen verwendet werden, die keine Eintrittsgebühren erheben. Genau auf diese Regelung beruft sich die Regierung nun bei der Finanzierung ihrer Prestigeprojekte in Washington. Dennoch dürfte die Debatte über die Verwendung der Parkgelder noch länger für politischen Streit sorgen.
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