Michael Flynn: Donald Trumps Ex-Vertrauter spioniert jetzt für Putin-Schergen
Michael Flynn, einst als Nationaler Sicherheitsberater von Donald Trump in Lohn und Brot, hat jetzt als Agent für Putin-Schergen in Bosnien angeheuert - das MAGA-Lager tobt. Bild: picture alliance/dpa | Carolyn Kaster
Erstellt von Claudia Löwe
03.06.2026 09.45
- Wirbel im MAGA-Lager: Donald Trumps Ex-Sicherheitsberater ergattert Job bei Putin-Scherge
- Michael Flynn offiziell als Putin-Agent in Bosnien-Herzegowina registriert
- Früherer Vertrauter von Donald Trump mit pikanten Russland-Verstrickungen
Für Donald Trump gilt spätestens seit seinem Wahlkampf, der dem US-Republikaner zu seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus verhalf, der Schlachtruf "Make America Great Again" - allerdings scheint nicht bei allen Vertrauten Donald Trumps das Wohl der Vereinigten Staaten von Amerika ganz oben auf der Prioritätenliste zu stehen. Für besonderen Wirbel im MAGA-Lager sorgt aktuell ein gewisser Michael Flynn, der einst als Generalleutnant in der US-Army und später als Nationaler Sicherheitsberater unter Donald Trump im Weißen Haus tätig war.
Donald Trumps Ex-Vertrauter heuert als Agent bei Putin-Scherge in Bosnien an
Über die Einzelheiten zur Causa Michael Flynn ist aktuell bei "Raw Story" zu lesen. In MAGA-Kreisen habe sich Donald Trumps früherer Vertrauter - Flynn stand Anfang 2017 kurzzeitig als Nationaler Sicherheitsberater während Trumps erster Amtszeit als US-Präsident auf der Gehaltsliste - mit einem pikanten neuen Job Feinde gemacht: Dem Bericht zufolge habe sich Michael Flynn offiziell als ausländischer Agent registriert – und zwar für die Republika Srpska, die serbisch dominierte Teilrepublik innerhalb Bosnien-Herzegowinas. Wie der konservative Journalist Scott McMahan berichtete, reichte der pensionierte Generalleutnant entsprechende Unterlagen beim US-amerikanischen Justizministerium ein.
Michael Flynn kassiert XXL-Summe für Agententätigkeit für Putin-Verbündete
Brisant an Flynns neuer Tätigkeit ist nicht nur, dass der einstige Trump-Vertraute für seine Dienste monatlich 100.000 US-Dollar erhalten soll. Vielmehr sind es die Verstrickungen mit Russland, die Michael Flynn erneut auf die Füße fallen, denn: Die Republika Srpska wird von Milorad Dodik geführt, einem bosnisch-serbischen Politiker, der als Wladimir Putins lautstärkster Verbündeter auf dem Balkan gilt. Dazu kommt, dass Flynn ist kein Unbekannter, ist wenn es um heikle Russland-Verbindungen geht. Der Ex-General hatte sich bereits schuldig bekannt, das FBI über seine Kontakte zu russischen Regierungsvertretern belogen zu haben. Trump begnadigte ihn später für dieses Vergehen, nachdem Flynn aufgrund der Enthüllungen seinen Posten im Weißen Haus räumte.
Zu den aktuellen Enthüllungen über seine Registrierung als ausländischer Agent und die damit verbundene Kritik aus den eigenen Reihen hat sich Flynn bislang nicht öffentlich geäußert. Auch der MAGA-Influencer Brenden Dilley zeigte sich skeptisch und forderte die rechte Kommentatorin Laura Loomer auf, die Berichte unabhängig zu bestätigen.
MAGA-Aufruhr wegen Michael Flynn: Bricht Trumps Ex-Vertrauter offizielle Vereinbarungen?
Die Enthüllung um Michael Flynn sorgt nun für erhebliche Unruhe in Donald Trumps eigener Anhängerschaft und schlug in konservativen Kreisen ein wie eine Bombe. Ein anonymer Social-Media-Influencer mit vier Millionen Followern und zugleich eine der bekanntesten Stimmen der MAGA-Bewegung brachte seine Verwunderung knapp auf den Punkt: "100.000 Dollar pro Monat?"
Deutlich schärfer formulierte es Sebastian Gorka, der unter Donald Trump als Direktor für Terrorismusbekämpfung im Nationalen Sicherheitsrat dient. "Als ich der ersten Trump-Regierung beitrat, wurde ich gebeten, zwei Dokumente zu unterschreiben", schrieb er. "In einem versprach ich, ein Jahrzehnt lang nicht als Lobbyist zu arbeiten. Im zweiten versprach ich, niemals für eine andere Regierung zu arbeiten. Ich habe beide gerne unterschrieben. Ich nehme an, General Flynn hat ähnliche Dokumente unterschrieben."
So tief ist der Trump-Zirkel mit Putins Vertrauten verwoben
Die Kontroverse um Flynn weitete sich durch zusätzliche Enthüllungen aus. Der Sicherheitsanalyst und investigative Journalist Ryan Mauro deckte auf, dass Glenn Diesen erst kürzlich bei einer von Flynn geleiteten Veranstaltung auftrat. Der norwegische Politikwissenschaftler gilt als enger Vertrauter von Alexander Dugin, dem russischen Ultranationalisten, der mitunter als "Putins Gehirn" bezeichnet wird. Bei derselben Veranstaltung war laut Mauro auch Lara Logan zugegen, die konservative Kommentatorin und ehemalige CBS-Journalistin. Diese Verflechtungen werfen weitere Fragen über Flynns Netzwerk und dessen Nähe zu kremlnahen Kreisen auf.
The Department of Justice disagrees strongly with the decision on the Anti-Weaponization Fund put forth by the United States District Court Judge in the Eastern District of Virginia, wherein the Court stated that, under no circumstances, may the Department of Justice proceed with…
— U.S. Department of Justice (@TheJusticeDept) June 1, 2026
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