Donald Trump: "Fahr zur Hölle, Judas" - Ex-Vizepräsident attackiert Trump öffentlich
Mike Pence war von 2017 bis 2021 Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Michael Brochstein
Erstellt von Anika Bube
01.06.2026 11.17
- Mike Pence kritisiert Trumps "Weaponization Fund" als "zutiefst beleidigend"
- MAGA-Anhänger reagieren mit heftigen Angriffen in sozialen Netzwerken
- Der Streit vertieft die Spaltung zwischen Trump und seinem früheren Vizepräsidenten
Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence hat sich am Sonntag mit deutlichen Worten gegen Donald Trump gestellt. In einem Interview bezeichnete Pence den sogenannten "Weaponization Fund" als "zutiefst beleidigend". Der Fonds, der Opfer angeblichen Regierungsmissbrauchs entschädigen soll, sei aus Sicht von Pence ein Symbol dafür, wie weit sich Trump von traditionellen konservativen Werten entfernt habe.
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Zum Hintergrund: Mike Pence war von 2017 bis 2021 Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter Donald Trump. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Indiana galt lange als enger politischer Verbündeter Trumps, distanzierte sich jedoch nach der Präsidentschaftswahl 2020 zunehmend von ihm – insbesondere nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. Seitdem gilt das Verhältnis zwischen beiden als nachhaltig belastet.
Mike Pence greift Donald Trump öffentlich an
"Ich denke, dass der Weaponization Fund von Anfang an eine schlechte Idee ist, und ich würde die Administration ermutigen, ihn einfach fallenzulassen", erklärte Pence. Mit dieser öffentlichen Distanzierung riskiert der ehemalige Vizepräsident erneut den Zorn der Trump-treuen Basis.
Bei dem umstrittenen Fonds handelt es sich um ein Finanzierungsinstrument mit einem Volumen von knapp einer Milliarde Dollar. Er entstand im Rahmen eines Vergleichs zwischen Trump und der US-Steuerbehörde IRS. Hintergrund war ein Rechtsstreit über die unrechtmäßige Weitergabe von Trumps Steuererklärungen. Der Fonds soll Menschen entschädigen, die nach eigener Darstellung Opfer staatlicher Willkür geworden sind. Kritiker wie Pence sehen darin jedoch eine Abkehr von fiskalkonservativen Grundsätzen – schließlich fließen hier erhebliche öffentliche Mittel an Personen, deren Opferstatus oft umstritten bleibt.
"Fahr zur Hölle, Judas Pence!" Trump-Anhänger rechnen mit Ex-Vize-Präsidenten ab
Die Reaktionen aus dem MAGA-Lager ließen nicht lange auf sich warten. In den sozialen Medien ergoss sich eine Welle der Empörung über den ehemaligen Vizepräsidenten. "Fahr zur Hölle, Judas Pence", schrieb der MAGA-Kommentator Mike Engleman auf X. Der unter dem Namen "Catturd" bekannte Trump-Anhänger Phillip Buchanan wurde noch deutlicher: "Niemand interessiert sich dafür, was dieses Stück Dreck von Verlierer denkt." Auch Amy Curtis, Autorin beim konservativen Portal "Townhall", fragte rhetorisch: "Wen interessiert, was denkt?" Die Anfeindungen zeigen, wie tief der Graben zwischen Pence und der Trump-Basis mittlerweile geworden ist.
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