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Donald Trump: Schneller als bislang angenommen - US-Präsident plant Nato-Rückzug

Donald Trump und Nato-Chef Mark Rutte. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

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  • Donald Trump plant Nato-Rückzug schneller als erwartet
  • Pentagon will bei Nato-Konferenz im Juni konkrete Kürzungspläne vorlegen
  • Europa unter Zeitdruck durch Trumps Nato-Pläne

Donald Trump macht ernst. Der US-Präsident treibt den Abbau der militärischen US-Präsenz in Europa deutlich schneller voran als bisher angenommen. Bereits bei der nächsten Nato-Konferenz im Juni will das Pentagon darlegen, welche Truppen und Fähigkeiten künftig reduziert werden sollen.

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Donald Trump plant Nato-Rückzug schneller als erwartet

Ein hochrangiger Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber der "Welt am Sonntag": "Diese Änderungen werden bei der nächsten Force-Sourcing-Konferenz der Nato in unser Truppen- und Fähigkeitsangebot einfließen." Bei diesem Treffen der Militärplaner legen die Mitgliedstaaten fest, welche Ressourcen sie dem Bündnis bereitstellen. Für die europäischen Verbündeten bedeutet dies erheblichen Zeitdruck. Ihnen bleibt nun weit weniger Zeit für den Aufbau eigener Verteidigungskapazitäten als ursprünglich erwartet.

Donald Trump bereitet schrittweisen Rückzug der USA aus der Nato vor

Zu den möglichen Einschnitten gehört laut "Spiegel" eine Reduzierung der amerikanischen Kampfflugzeuge in Europa um rund ein Drittel. Dies wäre ein erheblicher Einschnitt in die Luftverteidigungskapazitäten der Nato. Der Pentagon-Vertreter betonte, man wolle den Partnern "die nötige Information und Klarheit verschaffen, um den Übergang zu einer europäischen Verteidigung, bei der die Alliierten die Hauptverantwortung für die konventionelle Verteidigung Europas übernehmen, so schnell und effektiv wie möglich voranzutreiben." Bereits zuvor hatte US-Verteidigungsberater Alexander Velez-Green bei einem Nato-Treffen in Brüssel einen teilweisen Rückzug aus der gemeinsamen Abschreckung angekündigt.

Trumps konkretes Ziel: Europa soll Hauptlast für konventionelle Verteidigung selbst tragen

Schon während seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump von den europäischen Nato-Partnern höhere Verteidigungsausgaben verlangt. Nach seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus Anfang 2025 setzt Washington diese Linie nun mit Nachdruck um. Die amerikanische Regierung bereitet konkrete Kürzungen bei den Nato-Beiträgen vor. Das erklärte Ziel: Europa soll die Hauptlast für seine konventionelle Verteidigung selbst tragen. Die Botschaft an die Verbündeten ist unmissverständlich: Die Zeit der amerikanischen Sicherheitsgarantien in bisherigem Umfang neigt sich dem Ende zu.

Europa unter Zeitdruck durch Trumps Nato-Pläne

Die Ankündigung trifft Europa in einer ohnehin angespannten Lage. Die "New York Times" beschreibt die Stimmung auf dem Kontinent als "anhaltenden Zustand der Angst" – ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, Trumps feindselige Haltung, Drohungen aus Moskau und die schwächelnde Wirtschaft.

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/news.de/stg

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