Donald Trump: Wirbel um goldene Statuen - Trump lässt Steuerzahler blechen
Donald Trump lässt nicht von seinem Gold-Plan ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
29.05.2026 10.29
- Donald Trump: Nächster Gold-Hammer im Schnellverfahren
- Donald Trumps Gold-Mission ist noch nicht abgeschlossen
- Donald Trump bricht Versprechen: Kostenexplosion beim Reflecting Pool
Der Gold-Wahn in Washington nimmt kein Ende. Die Trump-Regierung lässt vier monumentale Pferdeskulpturen in der Nähe des Lincoln Memorials für fünf Millionen Dollar aus Steuermitteln vergolden. Die Bronze-Statuen mit den Titeln "Arts of War" und "Arts of Peace" erhalten eine dicke Schicht aus 23,75-karätigem Blattgold.
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Donald Trump will Washington "sicher und schön" machen
Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten, der 2026 begangen wird. Erstmals seit einem halben Jahrhundert werden die monumentalen Skulpturen einer Neuvergoldung unterzogen. Ein Sprecher des Innenministeriums verteidigte das kostspielige Unterfangen.
- "Präsident Donald J. Trump erfüllt seine Verpflichtung, D.C. sicher und schön zu machen, wie durch Rekord-Tiefstände bei der Kriminalität und Renovierungen von Brunnen und Parks in der gesamten Hauptstadt gezeigt wird", hieß es in einer Stellungnahme gegenüber "The Daily Beast".
- Die Statuen würden rechtzeitig zum nationalen Feiertag im Glanz erstrahlen.
Donald Trump: Nächster Gold-Hammer im Schnellverfahren
Der National Park Service vergab den Auftrag im April an das in Maryland ansässige Unternehmen Gilders' Studio, ohne das übliche vollständige Ausschreibungsverfahren durchzuführen. Als Rechtfertigung für dieses beschleunigte Vergabeverfahren führte die Behörde die knappe Frist bis zum 4. Juli an, berichtet "NOTUS".
Die monumentalen Skulpturen leiden seit ihrer Errichtung im Jahr 1951 unter strukturellen Schäden und Korrosionsproblemen. Reparaturarbeiten in den 1970er Jahren konnten die Schwierigkeiten nicht vollständig beheben, weshalb nun eine grundlegende Erneuerung erfolgt.
Donald Trumps Gold-Mission ist noch nicht abgeschlossen
Die Vergoldung der Pferdestatuen bildet lediglich einen Teil eines deutlich umfangreicheren Ausgabenprogramms. Insgesamt investiert die Trump-Regierung 95 Millionen US-Dollar in die Neugestaltung der amerikanischen Hauptstadt im Vorfeld des Jubiläums.
Das ambitionierte Umbauprogramm umfasst zahlreiche Projekte im gesamten Stadtgebiet von Washington.
Zu den geplanten Maßnahmen zählen millionenschwere Renovierungen am Freedom Plaza, im Meridian Hill Park und am Logan Circle.
Darüber hinaus werden Brunnenanlagen in der Nähe der National Mall restauriert. Auch Marmorpflasterungen rund um die Simón-Bolívar-Statue stehen auf der umfangreichen Projektliste der Regierung.
Donald Trump bricht Versprechen: Kostenexplosion beim Reflecting Pool
Das Prestigeprojekt am Lincoln Memorial Reflecting-Pool entwickelte sich aus Sicht von Trump-Gegnern hingegen zu einem finanziellen Fiasko. Ursprünglich kalkulierte Trump die Renovierungsarbeiten mit lediglich 1,8 Millionen Dollar und versprach eine Fertigstellung innerhalb von ein bis zwei Wochen.
Die Realität präsentiert sich jedoch weitaus kostspieliger. Das Vorhaben verschlang letztendlich 13,1 Millionen Dollar aus Steuermitteln - mehr als das Siebenfache der ursprünglichen Schätzung. Auch der Zeitrahmen wurde deutlich überschritten, die Arbeiten zogen sich über einen Monat hin.
Besonders ins Visier der Kritik geriet das Projekt, nachdem "The New York Times" über außergewöhnlich hohe Gewinnspannen und Gemeinkostenaufschläge des beauftragten Unternehmens berichtete.
Das Innenministerium verteidigte die gestiegenen Ausgaben mit dem Hinweis auf die komprimierten Zeitvorgaben. Die beschleunigte Umsetzung erfordere zusätzliches Personal, umfangreicheres Material, mehr Ausrüstung und verlängerte Arbeitszeiten, um das Projekt rechtzeitig vor den Jubiläumsfeierlichkeiten fertigzustellen.
Donald Trumps persönlicher "Gold-Mann" fliegt mit der Air Force One ein
Die Vergoldungswelle beschränkt sich keineswegs auf die Denkmäler der Hauptstadt. Bereits wenige Wochen nach Beginn seiner zweiten Amtszeit ließ Donald Trump das Oval Office mit aufwendigem Golddekor umgestalten.
Für die luxuriöse Neugestaltung des berühmtesten Büros der Welt holte sich der Präsident persönliche Unterstützung. John Icart, ein Designer aus Florida, den Trump als seinen privaten "Gold-Mann" bezeichnet, wurde eigens an Bord der Air Force One nach Washington geflogen, um die Arbeiten zu überwachen.
Die umfassende Transformation umfasst vergoldete Zierleisten, Medaillons, Spiegel sowie dekorative Cherubim und Adler. Die ornamentalen Verzierungen wurden rund um die Türen, den Kamin und die Bücherregale des historischen Raumes angebracht, wodurch das Oval Office einen völlig neuen, glänzenden Charakter erhielt.
Donald Trump macht den Cabinet Room zum Goldpalast
Auch der Cabinet Room des Weißen Hauses blieb von Trumps Vorliebe für glänzende Verzierungen nicht verschont. Der Raum, in dem normalerweise Kabinettssitzungen abgehalten werden, erfuhr eine dramatische Umgestaltung mit massivem Goldeinsatz.
Ein besonderes "Highlight" der Transformation bildet ein vergoldeter Spiegel, der eigens aus den Lagerräumen des Weißen Hauses geholt wurde. Das historische Stück wurde prominent im neu gestalteten Cabinet Room platziert.
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