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ICE: Vorwurf der Ablenkung - Trump-Behörde entsetzt mit Anti-Einwanderungs-Video

Die US-Einwanderungsbehörde ICE entsetzt mit einem neuen Video. Bild: picture alliance/dpa/AP | Andres Kudacki

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  • ICE teilt Anti-Einwanderungs-Video
  • US-Einwanderungsbehörde bezeichnet Migranten als Aliens
  • Post entsetzt: Im Netz ist die Rede von einem Ablenkungsmanöver der US-Regierung

Die US-Einwanderungsbehörde ICE sieht Migranten nicht als Menschen, die in den USA leben dürfen. Vielmehr werden sie als Aliens bezeichnet. Dafür haben sie ihre neue Kampagne mit einem Video gestartet. Der Anti-Einwanderungs-Post von ICE entsetzt im Netz.

ICE veröffentlicht KI-Video - Migranten als Aliens dargestellt

Am 29. Mai veröffentlichte die US-Einwanderungsbehörde ein womöglich KI-generiertes Video. Darin zieht ein UFO eine Person über eine Grenzmauer. Der Beitrag ist mit dem Satz betitelt: "Aliens sind unter uns" und ein Link für ALIENS.GOV lenkt auf die Seite von ICE. In grüner Neon-Schrift vor einem schwarzen Hintergrund, auf dem kleine leuchtende Punkte entlanglaufen, schrieben sie, dass Aliens im täglichen Leben mit den Menschen in den USA interagieren. Schnell wird klar, dass ICE nicht von außerirdischem Leben spricht. "Sie gehören hier nicht her", schreiben sie. Sie verdeutlichen mit Einschüchterungsversuchen wie diesem ihre menschenfeindliche Politik.

Rechte Abschiebepolitik und Lob für Trump - Einwanderungsbehörde will einschüchtern

Dabei bedienen sie sich rechter Narrative - nur die Regierung kenne die Wahrheit und mache sie jetzt öffentlich. Einwanderern wird hier vorgeworfen, "im Dunkeln" gekommen zu sein. Außerdem markieren sie Migranten als Gefahr für die Gesellschaft. Früheren Präsidenten und anderen Politikern werfen sie vor, "die Sache vertuscht" zu haben. Donald Trump sei der Mann "der Erste, der auf die reale Gefahr hingewiesen hat" und die "Wahrheit" ausgesprochen habe. Sie bezeichnen ihn hier als "kühn, unbeirrt, unerschrocken".

ICE-Video als Ablenkung - das Netz entrüstet über Szenen

Unter dem Video reihten sich sogleich viele teilweise Reaktionen ein. Einige Nutzer wittern hinter dem Post auch Ablenkung von anderen Themen - wie den Epstein-Dokumenten:

  • "Er hat sich entschieden, lieber den Clown zu spielen, als die Epstein-Akten zu veröffentlichen... Das kann doch nicht sein Ernst sein", schreibt ein Nutzer.
  • "Immer noch auf der Suche nach intelligentem Leben im Weißen Haus", meint Gouverneur Ned Lamont.
  • "Manchmal wird das unbeschreiblich. Das Weiße Haus startet eine Website über 'Aliens'... als ob es sich um Außerirdische handelte, dabei geht es in Wirklichkeit um eine neue Episode der Einschüchterung von Einwanderern. Als ob das Leben von Millionen von Menschen ein (sehr schlechter) Witz wäre", heißt es in einem Kommentar des Journalisten Leon Krauze.
  • "Ich kann immer noch nicht glauben, dass das Weiße Haus das veröffentlicht hat", wundert sich ein User.
  • "Ich denke, das könnte der Beitrag sein, der die Republikanische Partei zerstört", vermutet ein Nutzer.

Donald Trumps aggressive Abschiebepolitik

Trump verfolgt in seiner zweiten Amtszeit eine rigorose Abschiebepolitik. Dazu gehören auch berüchtigte Razzien von teils maskierten ICE-Beamten gegen Migranten in vorwiegend demokratisch regierten Städten. Zudem wurden Abschiebegefängnisse wie in der Stadt Newark errichtet. Die Inhaftierten sollen dort unter unmenschlichen Zuständen leben. Ehemalige eingesperrte Personen berichteten gegenüber der "New York Times", wie brutal die Verhaftungen und das Leben in diesen Einrichtungen ausfallen. Vielerorts machte sich Protest gegen diese Vorgehensweise breit. Trump ruderte vor Monaten deutlich bei ICE-Einsätzen zurück, nachdem zwei US-Amerikaner in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota durch Schüsse von Bundesbeamten getötet worden waren.

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/bua/news.de/dpa

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