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Donald Trump: Mediziner warnt - Trumps Ärzte sollten den Amerikanern die "Wahrheit" sagen

Ein Arzt bemängelt fehlende Informationen in Donald Trumps Gesundheitsbericht. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Ex-Arzt des Weißen Hauses bemängelt unvollständige Informationen in Gesundheitscheck für Präsidenten
  • Mediziner mahnt: Tests auf Risikofaktoren fehlen
  • Trumps Ärzte sollten die "Wahrheit" sagen

Am Dienstag (26. Mai) unterzog sich Donald Trump im Walter-Reed-Militärkrankenhaus zum dritten Mal innerhalb von 13 Monaten einer ärztlichen Untersuchung. Der US-Präsident schrieb auf Truth Social über den Ausgang: "Alles verlief PERFEKT". Das ist reine politische Rhetorik. Die Ergebnisse sind bislang noch nicht öffentlich und erste kritische Stimmen werden laut.Der frühere Arzt im Weißen Haus, Dr. Jeffrey Kuhlman, analysierte in der CNN-Sendung "The Lead" die Untersuchungen von US-Präsidenten. Dabei bemängelt er nicht nur die Informationen als "unvollständig". Er ermahnt seine Kollegen, was ihre Aufgabe als Mediziner ist.

Moderator besorgt über Donald Trumps Ärzte

Jack Trapper sprach zwei Punkte an, die ihm bezüglich der Untersuchungen von US-Präsidenten aufgefallen sind. Zum einen besorgt ihn, wie die derzeitigen und früheren Ärzte im Weißen Haus die Medikamenteneinnahme der Staatschefs auflisten. Manchmal würden sie die eingenommenen Arzneien aufschreiben und dann wieder nicht. Außerdem würden sie mit dem US-Präsidenten "manchmal keine Tests durchführen". Es komme ihm so vor, als ob sie"nicht wollen, dass die Ergebnisse bekannt werden." Daraufhin benennt der Mediziner Lücken in den Untersuchungen.

Fehlende Herzwerte alarmieren Arzt - In Trumps Test fehlen Untersuchungen zu Risikofaktoren

Donald Trumps Alter birgt Risiken. Das verdeutlicht Dr. Kuhlman. Der Mediziner benennt drei große Gesundheitsgefahren. "Das fortgeschrittene Alter ist der Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und neurodegenerative Erkrankungen. Bei einem 80-Jährigen ist es also nicht akzeptabel zu sagen: 'Hier ist der Blutdruck, hier ist das EKG.' Sie sollten seine Herzfunktion beurteilen." Dafür sollten die Ärzte verschiedene kardiologische Tests durchführen:

  • "Eine Herzbildgebung des Herzens und der Herzkranzgefäße.
  • "Eine Ultraschalluntersuchung der Herzklappen zur Bestimmung des Kalziumwertes."

Wieso die Herzgesundheit bei Trumps Gesundheitscheck eine Rolle spielen sollte

Dabei sei es für Dr. Kuhlman wichtig, dass sie diese Ergebnisse nicht nur als "normal" beschreiben. Er beklagte, dass die Mediziner diese Faktoren nicht angeben. Vielmehr sollten die Resultate die Funktion der vier Herzklappen oder die Ejektionsfraktion angeben. Die Ejaktionsfraktion ist für Kardiologen ein wichtiger Marker für die Herzgesundheit. Dieser Wert gibt an, wie viel sauerstoffreiches Blut die linke Herzkammer nach der Muskelkontraktion an den Körper abgibt.

Trumps Ausdauer auf dem Prüfstand - Mediziner für "objektive Untersuchungen"

Zudem empfiehlt der Arzt für Donald Trump "objektive Untersuchungen", also einen Belastungstest oder einen Check auf dem Laufband. Für Dr. Kuhlman gehört die Ausdauerleistung des US-Präsidenten dazu. Diese bemisst sich am VO2-Wert. Dieser Wert erklärt, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen und bis in die Muskelzellen zur Energiegewinnung transportieren kann. Ein hoher Wert kennzeichnet eine gute Verwertung des Sauerstoffs und somit eine bessere Ausdauer. Ein niedrigerer Wert ist mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Mit zunehmendem Alter nimmt der Marker ab. Das ist ganz natürlich. Durch Bewegung kann die Ausdauerfähigkeit verbessert werden. Wie dieser Wert bei Donald Trump ausfällt, ist nicht bekannt.

Ex-Arzt des Weißen Hauses mahnt: Kollegen sollen die "Wahrheit" sagen

Dr. Kuhlman richtet auch ein paar eindringliche Worte an seine Kollegen im Weißen Haus. Wir hätten von ihnen und den US-Regierungen in den letzten Jahrzehnten "Wahn, Täuschung und Verzögerung" gesehen. Für ihn sei es wichtig, dass sie aufzeigen, wie sie evaluieren und was sie gemacht haben. Sie haben eine Lizenz und sollten den Amerikanern die "Wahrheit" sagen.

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/news.de/dpa

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