Donald Trump: "Vielleicht bin ich 2032 noch hier" - Trump sorgt mit Macht-Satz für Entsetzen
Donald Trump hat wieder über eine dritte Amtszeit gescherzt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
21.05.2026 10.42
- Donald Trump scherzt wieder über dritte Amtszeit: Er ist 2028 auch noch da
- Empörungswelle über Trumps Scherz: "Er wird das Amt nicht friedlich verlassen"
- Trump spricht immer wieder über dritte Amtszeit
Bei der Abschlussfeier der U.S. Coast Guard Academy hat US-Präsident Donald Trump eine bemerkenswerte Mischung aus militärischen Glückwünschen und politischen Provokationen geliefert. Im Zentrum seiner Ansprache stand die Vorstellung eines Sechs-Milliarden-Dollar-Abkommens mit Finnland zum Bau von elf polaren Eisbrechern. Diese Spezialschiffe sollen die amerikanischen Kapazitäten in der Arktis erheblich stärken und geopolitischen Herausforderungen in den Polarregionen begegnen. Allerdings lenkte Donald Trump die Schlagzeilen wieder einmal auf sich.
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Donald Trump scherzt wieder über dritte Amtszeit: Er ist 2028 auch noch da
Denn die Veranstaltung nahm eine politisch aufgeladene Wendung, als Trump nach den Lieferterminen der neuen Eisbrecher-Flotte fragte. Auf die Information, dass das erste Schiff erst 2028 einsatzbereit sein werde, reagierte der Präsident unmittelbar mit einer verfassungsrechtlich problematischen Ankündigung.
- "Ich sagte: 'Wann kommt das Erste?', und sie sagten: '2028'. Ich sagte: 'Ich werde 2028 hier sein' - vielleicht bin ich auch '32 noch hier, ich weiß es nicht", erklärte Trump, wie Videos beim Social-Media-Dienst X dokumentieren.
Diese Bemerkung trotz verfassungsrechtlicher Amtszeitbegrenzungen löste in Teilen des Publikums Jubel und Beifallsrufe aus. Die Reaktion unterstrich, wie Trumps wiederholte Andeutungen einer über die Verfassung hinausgehenden Amtszeit bei seinen Anhängern auf Resonanz stoßen, während Kritiker darin eine bewusste Untergrabung demokratischer Normen sehen.
Empörungswelle über Trumps Scherz: "Er wird das Amt nicht friedlich verlassen"
In den sozialen Medien lösten Trumps Äußerungen eine Welle scharfer Kritik aus. Auf der Plattform X zeigten sich zahlreiche Nutzer entsetzt über die erneuten Andeutungen einer verfassungswidrigen dritten Amtszeit.
- "Er wird das Amt nicht friedlich verlassen. Wenn du das bis jetzt nicht verstehst, bist du nicht bei Verstand", kommentierte ein Nutzer die Äußerungen.
- Ein anderer bezeichnete Trump als "den unamerikanischsten Präsidenten in der Geschichte dieser Nation. Kein Respekt für die Verfassung und die Rechtsstaatlichkeit."
- Besonders der Vergleich mit hypothetischen Biden-Äußerungen zog sich durch die Kommentare: "Wenn Biden das gesagt hätte, würde Fox eine 72-Stunden-Sondersendung namens 'Ende der Demokratie' ausstrahlen."
- Andere Kommentatoren appellierten an die Zwischenwahlen 2026 als einzige Möglichkeit, Trumps Pläne zu stoppen.
- Spöttische Bemerkungen zielten auf Trumps Alter ab: "2028? Mit 82 wird das einzige 'Büro', in dem er ist, das mit dem großen Schreibtisch in Mar-a-Lago sein ... und einem Golfwagen."
200 Demonstranten und Polizeiaufgebot rahmen Präsidentenbesuch
Der Besuch des Präsidenten in New London zog erhebliche Proteste und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen nach sich. Etwa 200 Demonstranten versammelten sich in der Nähe der Akademie, um gegen verschiedene Aspekte von Trumps Politik zu demonstrieren. Im Fokus der Proteste standen insbesondere der Krieg im Iran sowie die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze.
Trump spricht immer wieder über dritte Amtszeit
Die Andeutungen einer dritten Amtszeit sind kein Einzelfall, sondern Teil eines erkennbaren Musters in Trumps öffentlichen Auftritten. Bereits Anfang dieses Monats hatte der Präsident bei einer Ansprache vor hochrangigen Wirtschaftsführern im Weißen Haus ähnliche Bemerkungen fallen lassen.
Bei dieser Gelegenheit scherzte Trump über seinen eventuellen Abschied aus dem Präsidentenamt und merkte beiläufig an, er werde das Weiße Haus erst "in acht oder neun Jahren" verlassen.
Kritiker werten diese wiederholten Anspielungen als bewusste Infragestellung der verfassungsmäßigen Regelungen zur Präsidentennachfolge. Trotz des eindeutigen Verbots einer dritten Amtszeit in der US-Verfassung nutzt Trump zunehmend prominente Redebühnen, um die Endgültigkeit seiner zweiten Amtszeit zu relativieren.
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