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Friedrich Merz: Kanzler-Auftritt endet in lautstarken Protesten und Buhrufen

Proteste gegen Friedrich Merz beim Katholikentag – Störer unterbrechen Diskussion Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

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  • Aktivisten stören Merz-Auftritt mit Trillerpfeifen und Protestbanner
  • Kanzler verteidigt Aussagen zur Arbeitsmoral junger Menschen
  • Auch Merz' Kritik an den USA sorgt für neue Diskussionen

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Beim Katholikentag ist es während eines Auftritts von Bundeskanzler Friedrich Merz zu lautstarken Protesten gekommen. Eine kleine Gruppe von Aktivisten störte eine Gesprächsrunde mit jungen Teilnehmern und sorgte damit zeitweise für Unterbrechungen.

Warum wurde Friedrich Merz ausgebuht?

Die Situation eskalierte während einer Fragerunde aus dem Publikum. Ein junger Besucher wollte "Bild" zufolge von Merz wissen, weshalb er der jungen Generation angeblich mangelnde Arbeitsbereitschaft vorwerfe. Der Kanzler widersprach dieser Darstellung deutlich. Laut Merz habe weder er selbst noch seine Partei junge Menschen pauschal als "faul" bezeichnet. Stattdessen habe er lediglich auf Unterschiede bei der jährlichen Arbeitszeit zwischen Deutschland und der Schweiz hingewiesen. In diesem Zusammenhang erklärte Merz, dass die Menschen in der Schweiz im Durchschnitt deutlich mehr Stunden arbeiten würden und das Land wirtschaftlich erfolgreicher sei. Kurz darauf meldeten sich mehrere Störer lautstark zu Wort.

Was geschah während der Veranstaltung?

Mehrere Aktivisten unterbrachen die Diskussion mit Trillerpfeifen, Zwischenrufen und lautem Protest. Zwei Frauen hielten zudem ein Banner mit der Aufschrift "Klimakrise MERZt uns aus" hoch. Die Veranstaltung musste für einige Minuten unterbrochen werden.

Viele Besucher reagierten sichtbar genervt auf die Unterbrechung.

Es gab bereits ähnliche Szenen bei Merz-Auftritten

Es war nicht das erste Mal, dass Friedrich Merz bei einer öffentlichen Veranstaltung mit lautstarken Protesten konfrontiert wurde. Bereits zuvor war der Kanzler bei einem Termin des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit Pfiffen und Buhrufen empfangen worden. Beim Katholikentag reagierten die Veranstalter diesmal jedoch deutlich schneller und positionierten sich klar gegen die Störungen.

Das sagte Merz über die USA

Neben den Protesten sorgten auch Aussagen des Kanzlers über die Vereinigten Staaten für Aufmerksamkeit. Merz erklärte, er habe die USA lange bewundert. Aktuell nehme diese Bewunderung allerdings "nicht zu".

Außerdem sagte der CDU-Politiker, dass er jungen Menschen derzeit nicht unbedingt zu einer Ausbildung in den USA raten würde. Deutschland biete aus seiner Sicht mit der sozialen Marktwirtschaft ein anderes Modell als den "reinen Kapitalismus".

Ob Trumps Lager auf die Aussagen des deutschen Kanzlers reagiert, bleibt vorerst offen.

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