Donald Trump: Xi Jinping ließ ihn sitzen - Empfang wird zur Demütigung
Donald Trump erwartete nach der Landung in Beijing eine Begrüßungszeremonie. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Sabrina Böhme
14.05.2026 08.49
- Xi Jinping begrüßt Donald Trump nicht am Flughafen
- Mary Trump spricht wegen der Abwesenheit des chinesischen Staatschefs von Demütigung
- Donald Trump traf Xi Jinping erst an der Großen Halle des Volkes
Donald Trump ist am Mittwoch (13. Mai) in Peking gelandet, um seinen mit Spannung erwarteten Gipfel mit Staatspräsident Xi Jinping zu beginnen. Doch der chinesische Staatschef ließ sich am Flughafen nicht blicken.
Empfang ohne Xi Jinping: Chinas Präsident fehlte beim Trump-Empfang
Statt eines persönlichen Empfangs durch Xi wurde der US-Präsident von einer Delegation ranghoher Beamter begrüßt. Unter ihnen befanden sich Vizepräsident Han Zheng, der chinesische Botschafter in Washington Xie Feng sowie der stellvertretende Außenminister Ma Zhaoxu. Auch US-Botschafter David Perdue war vor Ort, als Trump die Air Force One verließ.Während Trump-Unterstützer die Empfangszeremonie als angemessen verteidigten, sehen Kritiker in Xis Abwesenheit ein bewusstes diplomatisches Signal.
Trumps Nichte spricht von Demütigung
Mary Trump, die Nichte des Präsidenten, kommentierte das Geschehen auf der Plattform X vor ihren Followern mit deutlichen Worten. "Xi konnte sich nicht die Mühe machen, Donald am Flughafen zu treffen, weil er genauso gut wie Donald versteht, dass es eine großartige Methode ist, seine Untergebenen zu demütigen, um sie unter Kontrolle zu halten", schrieb sie. Die progressive Plattform Call To Activism schrieb von einem "holprigen Start" des Besuchs. Währenddessen MAGA versuche "die Situation schönzureden" und "von einem 'Roten-Teppich-Empfang" sprach.
Die beiden Staatschefs trafen sich später zu einer Begrüßungszeremonie an der Großen Halle des Volkes. Danach setzten sie sich mit Vertretern zusammen.
Chinas Iran-Deal untergräbt Trumps Stellung
Der US-Präsident betritt den Gipfel nach Einschätzung von Beobachtern aus einer geschwächten Position heraus. Wie der Journalist Charbel Antoun in "The Hill" analysierte, fehlt Trump ein entscheidendes Druckmittel: Er konnte im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran keinen eigenen Friedensdeal erreichen. Erst am Montag stimmte Teheran einem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran zu – vermittelt ausgerechnet von China. Damit durchkreuzte Peking Trumps Bemühungen, den Konflikt nach seinen eigenen Vorstellungen zu beenden. Für die anstehenden Verhandlungen mit Xi dürfte dieser diplomatische Erfolg Chinas die Kräfteverhältnisse zusätzlich verschoben haben.
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