Donald Trump: US-Präsident als "untragbare Blamage" - Anwalt entsetzt nach neuester Iran-Drohung
Donald Trump ist laut Anwalt Glenn Kirschner eine "untragbare Blamage". Bild: picture alliance:dpa:AP | Evan Vucci
Erstellt von Franziska Kais
05.05.2026 14.38
- Glenn Kirschner bezeichnet Donald Trump als "untragbare Blamage"
- Anwalt entsetzt nach neuer Iran-Drohung des US-Präsidenten
- Rechtsexperte übt Kritik an Trumps selbst geschaffenem Iran-Dilemma
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich erneut dramatisch verschärft. Nach mehreren Angriffen in der Golfregion drohte Donald Trump dem Iran zum wiederholten Male mit vollständiger Zerstörung. Sollte Teheran amerikanische Schiffe in der Straße von Hormus attackieren, werde der Iran "vom Erdboden getilgt", erklärte der US-Präsident in einem Interview auf dem Sender Fox News.
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Glenn Kirschner bezeichnet Donald Trump als "untragbare Blamage"
Donald Trumps neueste Iran-Drohung sorgt bei dem ehemaligen Bundesstaatsanwalt Glenn Kirschner für massives Entsetzen. Der Rechtsexperte bezeichnete Donald Trumps Rhetorik in seinem Podcast als potenzielles Kriegsverbrechen. "Er ist eine Schande, eine gefährliche Schande für die Vereinigten Staaten von Amerika und all ihre Menschen", zitiert das US-Portal "Raw Story"den Anwalt. Trump sei "eine untragbare Blamage".
Rechtsexperte übt Kritik an Donald Trumps selbst geschaffenem Iran-Dilemma
Der Rechtsexperte warf dem US-Präsidenten außerdem vor, den Iran-Konflikt selbst verursacht zu haben. Vor Donald Trumps "verfassungswidrigem Krieg" sei die Straße von Hormus offen und die Durchfahrt ungehindert gewesen, argumentierte Kirschner. Nach dem "rücksichtslosen Krieg ohne jegliche rechtliche Grundlage und ohne unmittelbare Bedrohung für die USA" sei die Meerenge nun praktisch nicht mehr befahrbar. Donald Trumps großes Dilemma: Er könne sich weder militärisch noch diplomatisch aus dem selbst geschaffenen Schlamassel befreien, kritisierte der frühere Staatsanwalt weiter. "Wir glaubten früher, dass Amerika der Neid der Welt sei, und jetzt ist Amerika das Gespött der Welt", so Kirschner.
Donald Trump verfolgt im Iran-Konflikt auch diplomatischen Ansatz
Neben den militärischen Maßnahmen verfolgt Donald Trump auch einen diplomatischen Ansatz, um den Iran-Konflikt zu beenden. Im UN-Sicherheitsrat setzen sich die Vereinigten Staaten für eine Resolution ein, die den Iran zur Beendigung seiner Angriffe auf die Schifffahrt auffordern soll. Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz erklärte, der Resolutionsentwurf werde gemeinsam mit Bahrain und weiteren Golfstaaten ausgearbeitet. Der Text soll Teheran unter anderem dazu auffordern, keine Seeminen in der Meerenge zu platzieren und keine Durchfahrtsgebühren zu verlangen.
Waffenruhe droht zu bröckeln - Lage in der Straße von Hormus bleibt angespannt
Die diplomatische Initiative erfolgt vor dem Hintergrund einer brüchigen Waffenruhe. Anfang April hatten sich beide Seiten um eine Entspannung der Lage bemüht, nachdem es zuvor zu direkten militärischen Auseinandersetzungen gekommen war. Die jüngsten Vorfälle stellen die schwerste Eskalation seit Beginn dieser Waffenruhe dar. Die Straße von Hormus bleibt damit weiterhin ein gefährlicher Brennpunkt. Über die Meerenge wird etwa ein Fünftel des globalen Energiehandels abgewickelt.
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