Donald Trump: Straße von Hormus als Todesfalle - US-Präsident droht Iran-Demütigung
Hat sich Donald Trump im Iran-Konflikt verrannt? Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon
Erstellt von Franziska Kais
05.05.2026 14.41
- Donald Trump steckt in einem verheerenden Iran-Dilemma
- Lage in der Straße von Hormus spitzt sich durch neue Eskalationen zu
- Iran-Außenminister verspottet Donald Trump
- Demütigung statt Sieg - hat sich Trump im Iran-Konflikt verrannt?
Die Lage am Persischen Golf hat sich am Montag (4. Mai) dramatisch zugespitzt. Der Versuch der US-Marine, mit der "Operation Freiheit" die iranische Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen, löste schwere wechselseitige Angriffe aus. Iranische Streitkräfte feuerten Raketen und Drohnen auf mehrere Ziele in der Region. In den Vereinigten Arabischen Emiraten geriet ein Ölhafen in Brand. Auch ein südkoreanisches Handelsschiff wurde bei einer Explosion beschädigt.
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Donald Trump steckt in verheerendem Dilemma – Iran-Außenminister verspottet US-Präsident
Die USA reagierten mit der Zerstörung mehrerer iranischer Schnellboote. Präsident Donald Trump sprach auf Truth Social von sieben versenkten Schiffen, das Regionalkommando Centcom meldete sechs zerstörte Boote. Zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge sicher passiert, erklärte das Militär. Teheran wies diese Darstellung zurück und behauptete, zwei Raketen hätten ein US-Kriegsschiff getroffen. Washington dementierte dies umgehend. Indes spottete der iranische Außenminister bei X: "Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse."
Donald Trumps Traum vom schnellen Iran-Sieg ist zerplatzt
Was als militärischer Blitzschlag geplant war, hat sich für Donald Trump längst zu einem innen- als auch außenpolitischen Albtraum entwickelt. Die ursprüngliche Strategie sah einen "Enthauptungsschlag" gegen die iranische Führung vor, gefolgt von einer raschen Kapitulation Teherans. Doch nach mehr als zwei Monaten Konflikt ist von diesem Szenario nichts übrig geblieben. In Washington macht bereits das Wort "Quagmire" die Runde - ein Kriegssumpf ohne Ausweg. Trotz militärischer Erfolge bei der Schwächung iranischer Streitkräfte und Führungskader steht der Donald Trump nicht dort, wo er stehen wollte.
Donald Trump fürchtet Demütigung – Iran-Konflikt entwickelt sich zum innenpolitischen Desaster
Der innenpolitische Druck auf den US-Präsidenten wächst parallel zum Iran-Konflikt massiv. Die Benzinpreise in den USA sind seit Kriegsbeginn um rund 50 Prozent gestiegen. Laut einer Umfrage der "Washington Post" unterstützen nur noch 33 Prozent der Amerikaner Trumps Iran-Kurs. Den Republikanern droht bei den Kongress-Zwischenwahlen im November eine schwere Niederlage. Der Politologe Scott Erb sagte der "Bild": "Er hat offenbar geglaubt, der Iran werde ein einfacher Sieg. Jetzt tun er und seine Regierung sich schwer, sich an die Realität anzupassen!" Erb glaubt: "Er will einen Sieg verkünden, fürchtet aber gleichzeitig eine Demütigung!"
Donald Trump hat ein Ass im Ärmel – US-Blockade zeigt Wirkung
Trotz der verfahrenen Lage verfügt Donald Trump noch immer über ein wirksames Druckmittel: die Seeblockade iranischer Häfen. Diese würgt Teherans wichtigste Einnahmequelle, die Ölexporte, ab. Der Analyst Frank Walbaum von der Handelsplattform "Naga" sagte der "Bild": "Die US-Blockade iranischer Häfen wirkt bereits. Sie hat Irans Energieexporte zwar nicht vollständig gestoppt, aber deutlich erschwert." Sollte das Regime inmitten der wachsenden Wirtschaftskrise stürzen, könnte Trump am Ende doch noch als Sieger dastehen.
Für die globalen Energiemärkte brachte Donald Trumps Vorstoß jedoch keine Entspannung. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg am Montag auf über 114 US-Dollar. Händler bezweifeln, dass der US-Plan funktioniert und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet werden kann.
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