Donald Trump: König Charles III. bloßgestellt - US-Präsident zieht Royal in Iran-Streit hinein
Beim Staatsbankett stellte Donald Trump König Charles III. bloß. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Franziska Kais
29.04.2026 09.00
- Donald Trump stellt König Charles III. bei Staatsbankett bloß
- US-Präsident macht mutmaßliche Iran-Meinung des Royals öffentlich
- Trump zieht König Charles III. in den Iran-Streit hinein
- Monarch kontert Trump-Behauptung mit Humor
Beim festlichen Staatsbankett im Weißen Haus sorgte Donald Trump für einen Eklat. Wie aktuell die britische "The Sun" berichtete, plauderte der US-Präsident unverhohlen über König Charles III. politische Meinung und behauptete, der Monarch würde Teile seiner Haltung zur Iran-Frage teilen. Für den Monarchen eine diplomatische Katastrophe.
Weitere aktuelle Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie am Ende dieses Artikels.
Donald Trump stellt König Charles III. bei Staatsbankett bloß
"Wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen. Charles stimmt mir sogar noch mehr zu als ich selbst", erklärte Donald Trump während seiner Tischrede am zweiten Tag des historischen Besuchs des britischen Monarchen in Washington. Mit seiner Aussage zog der US-Präsident den traditionell unpolitischen König unmittelbar in den schwelenden Konflikt zwischen den USA und Großbritannien hinein. König Charles III. selbst hatte weder bei seiner Rede vor dem Kongress noch beim Dinner den Iran direkt erwähnt. Er sprach lediglich allgemein vom "Konflikt im Nahen Osten".
Donald Trump zieht König Charles III. in den Iran-Streit hinein
Die Spannungen zwischen Washington und London haben in den vergangenen Wochen ein beispielloses Ausmaß erreicht. Donald Trump attackierte Großbritannien und Premierminister Keir Starmer wiederholt, weil sich das Vereinigte Königreich nicht an den Kampfhandlungen im Nahen Osten beteiligte. Anfang März bezeichnete der Präsident Starmer als "sehr enttäuschend" und legte wenige Tage später nach: Der Premier sei "kein Churchill".
König Charles III. kontert Trump-Behauptung mit Humor
König Charles III. reagierte auf die angespannte Lage zwischen den USA und Großbritannien mit einem Appell zur Versöhnung. In seiner Tischrede forderte der Royal, die Freundschaftsbande in dieser "kritischen Zeit" zu erneuern. Mit einem Augenzwinkern verwies er auf den Besuch seiner Mutter Queen Elizabeth II. im Jahr 1957, die damals die Schäden der Suez-Krise kitten musste. 70 Jahre später sei es "schwer vorstellbar, dass so etwas heute passieren könnte", so König Charles III. Auf Trumps Iran-Behauptung ging der Monarch mit keinem Wort ein - ganz der unpolitischen Tradition des Königshauses entsprechend.
König Charles III. will Donald Trump mit Geschenk versöhnlich stimmen
Trotz der politischen Verwerfungen setzte König Charles beim Staatsbankett auf versöhnliche Gesten. Als persönliches Präsent überreichte er Donald Trump die Originalglocke der HMS Trump, eines U-Boots der Royal Navy aus den 1940er Jahren. Das Geschenk solle "unsere gemeinsame Geschichte und strahlende Zukunft" symbolisieren, erklärte der König.
Auch diese Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik sind einen Blick wert:
- Donald Trump von Lippenleserin entlarvt – diese Warnung flüsterte er König Charles zu
- Trump von Lippenleserin entlarvt – diese Warnung flüsterte er König Charles zu
- Zusammenbruch nimmt seinen Lauf - Donald Trump verliert die eigene Basis
- "Total lächerlich" - so erklärt Donald Trump seinen Sturz während der Flucht
- Erschießungskommandos wieder zugelassen - Entsetzen nach Trump-Entscheidung