Ukraine-Krieg aktuell: Geheimdienst behauptet - Putin-Soldaten sollen tote Kameraden gegessen haben
Wie steht es wirklich um die Versorgungslage der Putin-Soldaten im Ukraine-Krieg? Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Dmitri Lovetsky
Erstellt von Tobias Rüster
28.04.2026 13.34
- Ukraine-Krieg aktuell: Kannibalismus-Vorwürfe gegen Putin-Soldaten
- Putin-Soldat wollte toten Kameraden essen laut Bericht
- Putin-Offiziere verbieten angeblich Leichenverzehr per Befehl
- KI-Analyse soll Echtheit der Fotos beweisen
Es sind extreme Anschuldigungen, die die ukrainische Militäraufklärung gegen russische Streitkräfte erhebt. Demnach sollen Soldaten an der Ukraine-Front aus extremer Not zu Kannibalismus gegriffen haben. Als Grund nennen die Kiewer Geheimdienststellen laut dem britischen Boulevardportal "Daily Star" den "vollständigen Zusammenbruch der Versorgungsstrukturen".
Was man bedenken sollte: Im Ukraine-Krieg wird auf beiden Seiten mit Propaganda-Mitteln gearbeitet, um den Feind zu schwächen. Unabhängig bestätigen lassen sich die Behauptungen oftmals nicht.
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Ukraine-Krieg aktuell: Kannibalismus-Vorwürfe gegen Putin-Soldaten
Die ukrainische Militäraufklärung hat drastische Anschuldigungen gegen russische Streitkräfte erhoben. Demnach sollen Soldaten an der Front aus extremer Not zu Kannibalismus gegriffen haben.Nach Angaben der ukrainischen Behörden existieren Nachweise für mindestens fünf separate Vorfälle innerhalb der russischen Truppen.
- Die Belege stammen laut "Daily Star" aus abgefangenen Audiodateien und Bildmaterial, das von ukrainischen Cyber-Experten aus dem Nachrichtendienst Telegram extrahiert wurde.
Ukrainische Analysten führen die Vorfälle auf schwere psychische Zusammenbrüche und extreme Unterversorgung während der Wintermonate zurück. Die schwierigen Bedingungen an der Front, kombiniert mit unzureichenden Nahrungsrationen, hätten einzelne Soldaten offenbar in verzweifelte Situationen getrieben.
Putin-Soldat wollte toten Kameraden essen laut Bericht
Ein besonders schlimmer Fall soll einen Soldaten mit dem russischen Spitznamen "Khromoy" (Deutsch: "der Humpelnde") betreffen. Er wurde angeblich in einem Kellerraum unweit von Myrnohrad in der Donezk-Region aufgegriffen, nachdem er angeblich zwei Kameraden getötet hatte. In durchgesickerten Telegram-Gesprächen berichtete ein erschütterter Offizier laut "Daily Star" seinem Kommandeur von der makabren Szene.
- "Kurz gesagt, ein Kamerad hat zwei andere getötet und er hat versucht - er schnitt ein Bein ab und versuchte bereits, einen von ihnen zu essen", so die abgefangene Nachricht.
Als der Vorgesetzte nachfragte, ob die Einheit ausreichend versorgt werde, folgte eine beunruhigende Antwort. Der Offizier warnte eindringlich:
- "Unsere werden auch bald anfangen, sich gegenseitig zu essen. Alle Jungs sind abgemagert."
Putin-Offiziere verbieten angeblich Leichenverzehr per Befehl
Weitere abgefangene Nachrichten sollen einen umfassenden Verfall der Disziplin und Moral in den betroffenen Einheiten dokumentieren.
- Ein Angehöriger der russischen Streitkräfte schilderte seine Beschwerde darüber, dass er gezwungen wurde, einen Unterstand mit einem Kameraden zu teilen, der nach eigenen Angaben einen Leichnam verzehrt hatte.
- In einem anderen Fall wurde ein Kommandeur dabei aufgezeichnet, wie er einen Untergebenen anwies, das Essen toter ukrainischer Soldaten zu unterlassen. Er hätte stattdessen schlicht "nach Essen fragen" sollen, so der Vorgesetzte in der abgefangenen Kommunikation.
- Besonders bemerkenswert ist ein Fall aus einer motorisierten Schützenbrigade. Dort sah sich der Stabschef offenbar gezwungen, einen offiziellen militärischen Befehl herauszugeben, der Kannibalismus explizit untersagt. Das Verbot wurde in einem Atemzug mit Drogen- und Alkoholkonsum aufgeführt.
KI-Analyse soll Echtheit der Fotos beweisen
Unabhängige Fachleute haben das von ukrainischer Seite vorgelegte Bildmaterial einer eingehenden Prüfung unterzogen. Spezialisierte Software zur KI-gestützten Bilderkennung kam dem "Daily Star"-Bericht zufolge zu dem Ergebnis, dass die Aufnahmen nicht nachträglich bearbeitet oder verfälscht wurden.
Ein auf Kriegsverletzungen spezialisierter Chirurg analysierte die sichtbaren Wunden an den Leichnamen. Seine Einschätzung: Die Verletzungen entsprechen Schnitten durch scharfe Klingen. Sie unterscheiden sich deutlich von typischen Kampfverletzungen durch Granatsplitter oder Explosionen.
Moskau weist die ukrainischen Anschuldigungen entschieden zurück. Die russische Seite bezeichnet die Berichte als "Propaganda" und "Erfindungen".
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