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Donald Trump: Militärwohnungen für Kabinettsmitglieder? "The Don" überrascht mit Eingeständnis

Donald Trump hält es offenbar nicht unbedingt für notwendig, dass seine Kabinettsmitglieder in Anwesena auf Militärstützpunkten residieren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Donald Trump spricht in einem Interview über Militärunterkünfte für seine Regierungsmitglieder
  • US-Präsident sei sich "nicht sicher", ob die Kollegen dort wirklich aus Sicherheitsgründen leben müssen
  • Anwesen der Kabinettsmitglieder werden mit Steuermitteln finanziert

In einem Interview mit "60 Minutes" hat US-Präsident Donald Trump eine bemerkenswerte Aussage über die Wohnsituation seiner engsten Mitarbeiter gemacht. Auf die Frage, ob Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio und Vize-Stabschef Stephen Miller tatsächlich aus Sicherheitsgründen in Militärunterkünften leben müssten, antwortete Trump überraschend offen.

Donald Trump legt Geständnis zu Militärunterkünften für Kabinettsmitglieder ab

"Sie entscheiden sich dafür", erklärte der Präsident. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie es müssen. Sie haben auch schöne Unterkünfte, wissen Sie? Die Demokraten haben dasselbe getan." Trump fügte hinzu, dass einige Wohnungen auf Militärbasen "sehr schön" seien. "Er sei sich nicht sicher, ob die Entscheidung "unbedingt wegen Gewalt" getroffen werde.

Trump verteidigte sein Kabinett im Interview und deutete an, dass bedeutende Entscheidungen eben auch Feinde schaffen würden. "Wenn man also ein einflussreicher Präsident ist oder eine einflussreiche Regierung leitet, passieren Dinge,die nicht passieren würden, wenn man Sleepy Joe Biden wäre", so der 79-Jährige.

Pete Hegseth, Marco Rubio und Kristi Noem bewohnen Anwesen auf Militärstützpunkten in Washington

Laut "The Daily Beast" bewohnen Rubio und Hegseth Anwesen auf dem Stützpunkt Fort McNair in Washington. Der "New York Times" zufolge zahlt Hegseth für sein Zuhause, das nur wenige Kilometer vom Pentagon entfernt liegt, monatlich 4.655,70 Dollar. Auch Ex-Heimatschutzministerin Kristi Noem soll ihr Haus auf der Joint Base Anacostia-Bolling, die in der US-Hauptstadt von der Marine und der Luftwaffe genutzt wird, noch nicht verlassen haben.

Ehemalige Historiker und Beamte äußerten gegenüber der Zeitung Bedenken, dass die zweite Trump-Regierung offenbar die erste sei, die in diesem Ausmaß steuerfinanzierte Militärunterkünfte für politische Beamte ohne direkten Militärbezug nutze.

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/ife/news.de/stg

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