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Donald Trump: US-Präsident attackiert Reporterin nach Frage zu Attentäter-Manifest

Donald Trump bestritt Vorwürfe, die ein mutmaßlicher Attentäter in einem Manifest erhob, vehement. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta

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  • Reporterin spricht Donald Trump auf Manifest des Schützen beim Dinner der White House Correspondents' Association an
  • Mutmaßlicher Attentäter hatte den US-Präsidenten offenbar als "Pädophilen" und "Vergewaltiger" bezeichnet
  • Trump reagiert wütend auf Frage von Journalistin Norah O'Donnell und streitet Vorwürfe ab

US-Präsident Donald Trump hat sich zu dem bewaffneten Angriff beim Dinner der White House Correspondents' Association am vergangenen Wochenende geäußert. Ein 31-Jähriger hatte offenbar ein Attentat auf Regierungsmitglieder verüben wollen, konnte aber von Agenten des Secret Service gestoppt werden, ehe Menschen zu Schaden kamen. Vor der Tat verfasste er ein Manifest für seine Familie. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "60 Minutes" zitierte Reporterin Norah O'Donnell daraus, worauf Trump wütend reagierte.

Donald Trump reagiert auf Manifest des Schützen bei Gala-Dinner

Der Angreifer hatte in seinem Schreiben erklärt, er sei" nicht länger bereit, einem Pädophilen, Vergewaltiger und Verräter zu erlauben, meine Hände mit seinen Verbrechen zu beschmutzen".O'Donnell las Trump diese Passage im Interview vor, woraufhin der 79-jährige Präsident antwortete:

  • "Ich habe darauf gewartet, dass Sie das vorlesen, weil ich wusste, dass Sie es tun würden, denn Sie sind schreckliche Menschen. Schreckliche Menschen."

Trump bestritt die im Manifest erhobenen Anschuldigungen vehement: "Ich bin kein Vergewaltiger. Ich habe niemanden vergewaltigt. Ich bin kein Pädophiler." O'Donnell wollte daraufhin wissen: "Oh, glauben Sie, er meinte Sie?"

US-Präsident greift Reporterin nach Frage zum Schreiben des Attentäters verbal an

Trump bezeichnete den mutmaßlichen Schützen im Interview weiterhin als "kranke Person" und attackierte O'Donnell: Sie solle sich schämen, solche Passagen vorzulesen. Er sei mit Dingen in Verbindung gebracht worden, die nichts mit ihm zu tun hätten, und sei "vollständig entlastet" worden. Stattdessen seien es "Ihre Freunde auf der anderen Seite", die mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und anderen Dingen verstrickt gewesen seien.

Kritik an Donald Trumps Unschuldsbekundung im Netz

Trumps Behauptung, er sei "vollständig entlastet" worden, stieß in den sozialen Medien prompt auf Widerspruch, wie "Raw Story" berichtet. Kommentatoren verwiesen unter anderem darauf, dass der Republikaner bereits 2023 wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt wurde.

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/ife/news.de/stg

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