Ukraine-Krieg: Geheimdienst schlägt zu - Ukraine zerlegt Putins Schwarzmeer-Macht
Wladimir Putin erlebt einen weiteren Rückschlag auf der Krim. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Alexander Kazakov
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
27.04.2026 08.54
- Ukrainischer Geheimdienst SBU greift mit Drohnen zentrale Militärziele auf der Krim an
- Putins Kriegsschiffe, Kampfjet und Radarsysteme schwer beschädigt oder zerstört
- Kiew setzt auf systematische Schwächung von Russlands Militärpräsenz im Schwarzen Meer
Spezialeinheiten des ukrainischen Geheimdienstes SBU haben am Wochenende einen groß angelegten Drohnenangriff auf russische Militäreinrichtungen auf der besetzten Krim durchgeführt. Laut "Kyiv Post" setzten die Alpha-Einheiten des SBU dabei Langstreckendrohnen ein, um das Hauptquartier von Putins Schwarzmeerflotte in Sewastopol sowie den Militärflugplatz Belbek ins Visier zu nehmen.
Der amtierende SBU-Chef Jewhenij Chmara erklärte, die Operation sei auf Anweisung des Präsidenten erfolgt. Ziel des Einsatzes sei es gewesen, "die Fähigkeit des Feindes zu zerstören, den Luftraum zu kontrollieren und seine Streitkräfte zu schützen". Bei dem nächtlichen Angriff wurden mehrere hochwertige Ziele getroffen.
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Schwere Schäden an Kriegsschiffen der Schwarzmeerflotte
Der SBU bestätigte, dass bei dem Angriff auf den Marinestützpunkt Sewastopol die großen Landungsschiffe Yamal und Filchenkow beschädigt wurden. Auch das Aufklärungsschiff Ivan Khurs erlitt Treffer. Diese Schiffe gehören zu den wichtigsten Einheiten der russischen Schwarzmeerflotte.
Am Flugplatz Belbek verzeichneten die ukrainischen Streitkräfte ebenfalls Erfolge: Ein MiG-31-Kampfjet wurde vollständig zerstört. Darüber hinaus trafen die Drohnen die technische und operative Einheit des Militärflughafens. Die systematische Ausschaltung dieser Kapazitäten schwächt Russlands Fähigkeit zur Machtprojektion im Schwarzen Meer erheblich.
Ukrainische Drohnen schalten russische Überwachungssysteme aus
Die Operation richtete sich gezielt gegen die Aufklärungs- und Verteidigungsinfrastruktur des Kremls in der Region. SBU-Einheiten setzten eine Radarstation vom Typ Mys-M1 außer Gefecht. Zusätzlich wurden das Ausbildungszentrum "Lukomka" sowie das Hauptquartier der Funkaufklärung für die Luftverteidigungskräfte getroffen.
Mit dieser systematischen Zerstörung der Überwachungskapazitäten verliert Russland zunehmend die Kontrolle über den Luftraum auf der annektierten Halbinsel. Die Angriffe auf diese neuralgischen Punkte ergänzen die Schläge gegen Flotte und Luftwaffe zu einer umfassenden Schwächung der russischen Militärpräsenz auf der Krim.
Systematische Kampagne gegen Putin Schwarzmeerflotte
Der nächtliche Angriff reiht sich in eine Serie erfolgreicher SBU-Operationen der vergangenen Tage ein. Bereits am 21. April trafen ukrainische Drohnen die Samara-Produktionsstation in Russland und beschädigten dort fünf Öltanks. Nur drei Tage zuvor, am 18. April, waren die Landungsschiffe Yamal und Azov Ziel eines ähnlichen Angriffs.
SBU-Chef Chmara kündigte an, dass die methodische Zerstörung von Flotte, Luftwaffe und Aufklärungseinrichtungen fortgesetzt werde, bis die militärische Aggression gegen die Ukraine ende. Die ukrainischen Streitkräfte zielen damit konsequent darauf ab, die industrielle und logistische Infrastruktur zu schwächen, die Russlands Kriegsführung ermöglicht.
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