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Melania Trump: Trump-Insider glaubt - First Lady stellte "The Don" bewusst bloß

Melania Trump sorgt mit ihrer Epstein-Botschaft weiter für Wirbel. Bild: https://www.rawstory.com/trump-epstein-2676814652/

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  • Melania Trump schiebt Epstein-Problem auf "The Don"
  • Melania Trumps öffentliche Distanzierung wirft Fragen auf
  • Trump-Biograf deutet angebliche Melania-Warnung
  • Donald Trump wird tausendfach in Epstein-Dokumenten erwähnt

Trump-Biograf Michael Wolff wirft Melania Trump vor, mit ihrer jüngsten Stellungnahme zu Jeffrey Epstein eine versteckte Nachricht übermittelt zu haben. Wolff, Autor des Buchs "Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump", sieht in der Erklärung der First Lady mehr als nur eine persönliche Distanzierung.

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Melania Trump schiebt Epstein-Problem bewusst "The Don" zu

Laut Wolff habe die First Lady ihren Ehemann Donald Trump durch ihre Äußerungen in eine heikle Lage gebracht. Die Stellungnahme lenke die Aufmerksamkeit gezielt auf die Verbindungen des Präsidenten zu dem verstorbenen Epstein zurück. Der Biograf interpretiert Melanias Worte als strategischen Schachzug, der Trump in dieser Angelegenheit verwundbar mache.

Wolff äußerte seine Einschätzung im "Daily Beast"-Podcast "Inside Trump's Head". Er geht davon aus, dass die First Lady das Epstein-Problem bewusst ihrem Mann zuschiebt und sich selbst davon abgrenzt.

Melania Trumps öffentliche Distanzierung wirft Fragen auf

Anfang April veröffentlichte Melania Trump eine sechsminütige Erklärung zu ihrer angeblichen Verbindung zu Jeffrey Epstein. In der Stellungnahme grenzte sie sich unmissverständlich von ihm ab. Die First Lady betonte:

  • "Um es klarzustellen: Ich hatte nie eine Beziehung mit Epstein oder seiner Komplizin [Ghislaine, Red.] Maxwell."

Mit dieser direkten Aussage versuchte die Präsidentengattin, jeden Eindruck einer Nähe zum berüchtigten Finanzier zu zerstreuen. Ihre Worte zielten darauf ab, sich selbst vom Skandal zu distanzieren.Die Erklärungwurde in Teilen der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Statt die Angelegenheit zu beruhigen, warf Melanias Statement beunruhigende Fragen zu Donald Trumps eigenen Beziehungen auf.

Trump-Biograf deutet angebliche Melania-Warnung

In seiner Analyse der Stellungnahme sieht Wolff eine klare Botschaft an den Präsidenten.

  • Die erste Aussage lautete seiner Meinung nach: "Du wirst mir diese Epstein-Sache nicht anhängen. Diese Epstein-Sache ist dein Problem. Du hast uns da reingeritten."
  • Für den Biografen las sich die Erklärung wie eine Aufforderung: "Der Kongress sollte dich untersuchen - dich, meinen Ehemann, den Präsidenten."
  • Nach Wolffs Einschätzung hat Melania gezielt einen Bereich geöffnet, in dem Donald Trump "außerordentlich verwundbar" sei.
  • Gemeint ist die Zeit in den 1990er und frühen 2000er Jahren. Jene Periode war geprägt von "vielen Models, Mädchen, seiner ganzen Verbindung zur Modelindustrie", wie der Autor ausführte.

Wolff stellt die zentrale Frage: Warum sollte sie auf diesen speziellen Zeitabschnitt aufmerksam machen?

  • Seine Interpretation: Sie sage Trump, das sei sein Problem, nicht ihres. "Du solltest besser mich dabei schützen", lautet die vermutete Botschaft der First Lady.

Donald Trump wird tausendfach in Epstein-Dokumenten erwähnt

Veröffentlichte Unterlagen des Justizministeriums enthüllen, dass Donald Trumps Name in den Epstein-Akten mehrere tausendmal auftaucht. Die freigegebenen Materialien umfassen Korrespondenz, die darauf schließen lassen könnte, dass die Beziehung zwischen Trump und Epstein über gelegentliche Kontakte hinausging.

Auffällig ist, dass Melania in ihrer Stellungnahme mit keinem Wort die Unschuld ihres Ehemanns beteuerte. Dieses strategische Schweigen hat zu Spekulationen über mögliche rechtliche Risiken für den Präsidenten geführt.

Allerdings muss betont werden, dass die umfangreichen Epstein-Veröffentlichungen zahlreiche ungeprüfte und unbelegte Behauptungen enthalten. Diese stellen weder Beweise dar noch belegen sie ein Fehlverhalten. Gegen Donald Trump laufen derzeit keine strafrechtlichen Ermittlungen in Zusammenhang mit den Epstein-Vorwürfen. Es wurden keine Anklagen gegen ihn erhoben.

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