Donald Trump: Diese Aussichten könnten Trump zum Verhängnis werden
Donald Trump könnte auf eine krachende Niederlage zusteuern. Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
20.04.2026 14.56
- Durch Donald Trump Iran-Krieg: Historischer Preisanstieg an den Zapfsäulen
- Trump-Strategen sind alarmiert wegen Wahlaussichten
- Düstere Prognose selbst vom Trump-Minister
- Teheran blockiert kritische Ölroute
Im Weißen Haus wächst die Nervosität angesichts explodierender Energiepreise, die direkt mit dem amerikanischen Militäreinsatz gegen den Iran zusammenhängen. Wie "Politico" berichtet, befürchten politische Berater in und um die Regierungszentrale, dass die steigenden Kosten an den Zapfsäulen bei den bevorstehenden Kongresswahlen zu einem "vernichtenden Ergebnis" für die Republikanische Partei führen könnten.
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Fakt ist: Der von US-Präsident Donald Trump am 28. Februar begonnene Konflikt mit dem Iran hat die Ölmärkte in Aufruhr versetzt. Die wirtschaftlichen Folgen bedrohen nun die politische Zukunft der Regierungspartei, da Wähler zunehmend unter den Preissteigerungen leiden und ihre Frustration voraussichtlich an der Wahlurne zum Ausdruck bringen werden.
Durch Donald Trumps Iran-Krieg: Historischer Preisanstieg an den Zapfsäulen
Seit dem Start der militärischen Offensive gegen Iran Ende Februar sind die Kosten an den Tankstellen massiv in die Höhe geschossen.
- Die Durchschnittspreise für Benzin kletterten bis zum 1. April auf 4,05 US-Dollar je Gallone.
- Diese Entwicklung stellt einen beispiellosen Rekord dar.
Die Preissteigerung übertrifft alle bisherigen Anstiege seit der Einführung systematischer Benzinpreiserfassungen im Jahr 1967.
- Damals hatte Präsident Lyndon B. Johnson die regelmäßige Überwachung der Kraftstoffkosten angeordnet.
- In den fast sechs Jahrzehnten seither wurde niemals ein vergleichbar rasanter Preisanstieg innerhalb eines so kurzen Zeitraums verzeichnet.
- Verbraucher im ganzen Land spüren die wirtschaftlichen Konsequenzen der außenpolitischen Entscheidungen unmittelbar in ihren Geldbeuteln.
Trump-Strategen sind alarmiert wegen Wahlaussichten
Politische Strategen aus dem direkten Umfeld der Regierung zeigen sich alarmiert über die Wahlaussichten. Ein regierungsnaher Insider formulierte gegenüber "Politico" die düstere Prognose unmissverständlich:
- "Die Rhetorik rund um diese Angelegenheit zählt weit weniger als die Realität. Entweder wird es so sein oder nicht. Wenn wir die Drei-Dollar-Gallone nicht sehen, werden wir untergehen."
Trotz öffentlicher Hoffnungsbekundungen von Trump, die Benzinpreise könnten bis November wieder sinken, warnen Berater eindringlich vor Illusionen. Kein noch so geschickter Kommunikationsaufwand werde die Republikaner vor einer Wahlniederlage bewahren können, solange die Kraftstoffkosten auf dem gegenwärtigen Niveau verharren, heißt es. Die magische Grenze von drei Dollar pro Gallone gilt als entscheidende Schwelle für das Wahlergebnis.
- Die nackten Zahlen an den Tankstellen würden letztlich über Sieg oder Niederlage bei den Midterms entscheiden, so der einhellige Tenor unter den republikanischen Strategen.
Düstere Prognose selbst vom Trump-Minister
Sogar Trumps eigener Energieminister Chris Wright dämpft jegliche Erwartungen auf eine baldige Entspannung der Situation. In einem Interview mit CNN-Moderator Jake Tapper räumte er ein, dass eine Rückkehr unter die Drei-Dollar-Schwelle möglicherweise erst im kommenden Jahr erfolgen werde. Die Einschätzung des Energieministers steht im krassen Widerspruch zu den optimistischen Aussagen des US-Präsidenten.
Teheran blockiert kritische Ölroute
Als Hauptursache für die eskalierenden Ölpreise gilt Irans teilweise Sperrung der Straße von Hormus. Durch diese strategisch bedeutsame Meerenge fließt ein Fünftel des weltweiten Erdölhandels. Die kritische Wasserstraße stellt damit eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Energiemarkt dar.
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