Donald Trump: "Die Leute sind außer sich" - schlechte Nachrichten treffen "The Don"
Donald Trump hat einmal mehr schlechte Nachrichten erhalten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
20.04.2026 09.50
- Donald Trump: Widerstand gegen "The Don" wächst
- "Die Leute sind außer sich" wegen Donald Trumps Iran-Krieg
- Donald Trump kann seinen Absturz nicht stoppen
Die Zustimmung der US-Bevölkerung zu Donald Trumps Krieg gegen den Iran ist rapide gesunken. Eine Erhebung von "NBC News" zeigt einen dramatischen Stimmungswandel, während der Konflikt kurz vor dem Ende des zweiten Monats steht. Keine besonders rosigen Aussichten für "The Don" im Weißen Haus.
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Donald Trump: Widerstand gegen "The Don" wächst
Lediglich ein Drittel der Befragten billigt das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump in diesem Konflikt. Im Gegensatz dazu sprechen sich zwei Drittel der Teilnehmer gegen seine Kriegsführung aus. Die Umfragewerte dokumentieren einen der schnellsten Einbrüche der öffentlichen Unterstützung für eine militärische Auseinandersetzung in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Der Krieg entwickelt sich für Donald Trump zu einer erheblichen innenpolitischen Belastung.
- Die Erhebung wurde zwischen dem 30. März und dem 13. April durchgeführt. Insgesamt nahmen 32.433 erwachsene Personen an der Befragung teil.
"Die Leute sind außer sich" wegen Donald Trumps Iran-Krieg
Der außenpolitische Analyst und Historiker Stephen Wertheim ordnete die Umfragedaten auf seinem X-Account in einen historischen Kontext ein.
- Während George W. Bush zwei Jahre benötigte, bis zwei Drittel der Amerikaner seine Irak-Kriegspolitik ablehnten, erreichte Trump diese Schwelle in weniger als zwei Monaten.
- Die Geschwindigkeit des Meinungsumschwungs stellt nach Wertheims Einschätzung einen beispiellosen Fall dar.
Senator Andy Kim aus New Jersey äußerte sich ebenfalls zu den Umfrageergebnissen.
- "Die Leute sind außer sich", schrieb der demokratische Politiker auf der Plattform X.
- Die Bevölkerung müsse zusehen, wie ein Krieg in ihrem Namen und auf ihre Kosten geführt werde, jedoch ohne ihre Billigung.
- Kim forderte ein Ende der militärischen Auseinandersetzung.
- Für den Senator kommt das Umfrageergebnis nicht überraschend, wenn man der öffentlichen Debatte Aufmerksamkeit geschenkt habe.
Donald Trump kann seinen Absturz nicht stoppen
Die negative Entwicklung beim Iran-Krieg schlägt sich auch in Trumps allgemeinen Popularitätswerten nieder.
- Im April 2026 erreichte seine Zustimmungsrate lediglich 37 Prozent. Dieser Wert markiert laut NBC den niedrigsten Stand seit Beginn seiner zweiten Präsidentschaft.
- Im April 2025 hatte Trumps Zustimmung noch bei 45 Prozent gelegen. Innerhalb von zwölf Monaten verlor der Präsident damit acht Prozentpunkte an Unterstützung in der Bevölkerung.
- Während im April des vergangenen Jahres 55 Prozent der Befragten Trump missbilligten, erhöhte sich dieser Anteil auf nun 63 Prozent.
Zur Einordnung:Trotz der deutlichen Umfrageverluste bleibt das politische Bild in den USA gespalten. Zwar zeigen aktuelle NBC-News-Daten eine klare Mehrheit gegen Donald Trumps Vorgehen im Iran-Konflikt, doch innerhalb seiner republikanischen Basis hält sich die Unterstützung vergleichsweise stabil. Besonders in sicherheitspolitischen Fragen argumentieren konservative Wähler weiterhin, dass ein hartes Vorgehen gegen den Iran notwendig sei, um amerikanische Interessen zu schützen.
Gleichzeitig verweisen Meinungsforscher darauf, dass die sinkenden Gesamtwerte vor allem mit wirtschaftlichem Druck, steigenden Lebenshaltungskosten und der langen Dauer des Konflikts zusammenhängen - weniger mit einer einheitlichen Abkehr von seiner Politik. Der Absturz wirkt damit weniger geschlossen, sondern vielmehr wie ein Ausdruck der tiefen politischen Spaltung im Land.
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