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Donald Trump: Iran-Gespräche gescheitert - US-Präsident deutet seinen nächsten Schritt an

Donald Trump deutete seinen nächsten Schritt im Iran-Konflikt an. Bild: picture alliance:dpa:AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • Friedensgespräche zwischen USA und Iran geplatzt
  • Trump-Vize J.D. Vance reiste ohne Einigung aus Pakistan ab
  • Donald Trump reagiert mit kryptischem Beitrag auf geplatzte Gespräche
  • US-Präsident deutet Seeblockade im persischen Golf an

Die Friedensgespräche zwischen Washington und Teheran sind gescheitert. US-Vizepräsident J.D. Vance verließ Pakistan am Samstagabend (11. April) ohne eine Vereinbarung mit dem Iran. Nach 21 Stunden intensiver Verhandlungen in Islamabad konnte kein Durchbruch erzielt werden.

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Niederlage für Donald Trump - Gespräche zwischen USA und Iran geplatzt

Der entscheidende Streitpunkt: Teheran weigerte sich, auf sein Atomwaffenprogramm zu verzichten. Die Gespräche hatten erst am Samstag unter pakistanischer Vermittlung begonnen. Trotz der langen Verhandlungsdauer blieb eine Einigung aus. Die amerikanische Delegation habe in gutem Glauben verhandelt, betonte Trump-Vize Vance. Nun liegt der Ball im Feld Teherans. Vance machte deutlich, dass die USA ihr letztes Wort gesprochen haben.

Trump-Vize J.D. Vance reiste ohne Einigung aus Pakistan ab

"Wir verlassen diesen Ort mit einem sehr einfachen Vorschlag, einer Verständigungsgrundlage, die unser finales und bestes Angebot darstellt", sagte er. "Wir werden sehen, ob die Iraner es akzeptieren." Die genauen Bedingungen des amerikanischen Angebots wurden nicht öffentlich gemacht. Klar ist jedoch: Präsident Trump hat die Konditionen persönlich abgesegnet. Sein wichtigstes Anliegen, dass der Iran seine Atomwaffenentwicklung aufgibt, bleibt bislang unerfüllt. Dabei drängt die Zeit, denn der vorübergehende Waffenstillstand läuft bald. Doch wie geht es weiter, sollte der Iran das US-Angebot nicht akzeptieren?

Donald Trump reagiert mit kryptischem Beitrag auf geplatzte Gespräche

Donald Trump reagierte auf die geplatzten Iran-Gespräche mit einem kryptischem Netzbeitrag. Auf Truth Social teilte der US-Präsident einen Artikel des Online-Portals "Just the News", in welchem es darum geht, dass die US-Regierung bereits mehrere Optionen vorbereitet hat, falls Teheran das Angebot ablehnt. Demnach habe der US-Präsident eine bewährte Strategie in der Hinterhand: eine Seeblockade im Persischen Golf.

Donald Trump offenbart möglichen nächsten Schritt: Seeblockade im persischen Golf

Bereits gegen Venezuela setzte der US-Präsident erfolgreich auf diese Taktik und brachte die Wirtschaft des Landes zum Erliegen. Die militärischen Voraussetzungen sind bereits geschaffen. Der Flugzeugträger USS Gerald Ford, der zuvor die Venezuela-Blockade anführte, befindet sich nach einer Reparaturpause wieder im Persischen Golf. Dort verstärkt er die USS Abraham Lincoln und weitere Marineeinheiten. Sicherheitsexpertin Rebecca Grant vom Lexington Institute erklärte gegenüber "Just the News": "Es wäre sehr einfach für die US-Marine, vollständige Kontrolle darüber auszuüben, was durch die Straße von Hormus passiert."

Eine Blockade würde den Iran an seiner empfindlichsten Stelle treffen: den Öleinnahmen. Zudemwürde sie den diplomatischen Druck auf China und Indien erhöhen. Beide Länder beziehen erhebliche Ölmengen aus dem Iran und wären von einer Sperrung der Straße von Hormus direkt betroffen.

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/news.de/stg

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