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J.D. Vance: Keine Unterstützung für Trump? US-Vize "insgeheim zutiefst besorgt"

US-Vizepräsident J.D. Vance soll hinter den Kulissen kein Befürworter des Iran-Kriegs sein. Bild: picture alliance/dpa/AP POOL | Jacquelyn Martin

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  • Laut Berichten soll J.D. Vance gegen den Iran-Krieg sein
  • Öffentliche Unterstützung für Donald Trump sei nur gespielt
  • Team des US-Vizepräsidenten sei in Wahrheit besorgt über die Entwicklungen im Nahen Osten

J.D. Vance signalisiert weiterhin Unterstützung für Donald Trumps außenpolitischen Kurs. Dem US-Vizepräsidenten kommt im Iran-Krieg nun eine bedeutende Rolle zu: Er soll am Samstag die Verhandlungen mit Teherans Vertretern in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad leiten, nachdem in der Nacht zu Mittwoch eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart worden war. Während die US-Regierung öffentlich Einigkeit demonstriert, soll es hinter den Kulissen bereits vor dem Angriff auf den Iran Ende Februar gebrodelt haben.

Keine gemeinsame Linie mit Donald Trump? J.D. Vance soll Iran-Krieg ablehnen

Berichten zufolge soll J.D. Vance von Anfang an gegen den Militäreinsatz im Nahen Osten gewesen sein. "Raw Story" verweist auf einen Artikel der "New York Times", laut dem der Vizepräsident ursprünglich geplant hatte, vor den wichtigen Zwischenwahlen im Herbst 2026 durchs Land zu reisen. Dabei wollte er mit verbalen Angriffen auf die Demokraten "der weit verbreiteten Sorge um die Lebenshaltungskosten und die Bezahlbarkeit von Wohnraum" bei den US-Amerikanern entgegenwirken.

Verliert der US-Vizepräsident an Einfluss im Weißen Haus?

Stattdessen kommt Vance nun - offenbar zu seinem eigenen Unmut - eine ganz andere Rolle zu. Jake Traylor, Reporter des Senders MS NOW, sagte dazu laut "Raw Story":

  • "Ich habe mit mehreren Mitarbeitern des Weißen Hauses gesprochen, sowohl mit aktuellen als auch mit ehemaligen Mitarbeitern, die eng mit Vance zusammengearbeitet haben. Mir wurde gesagt, dass Vances nationales Sicherheitsteam derzeit äußerst besorgt sei. Man versuche zwar öffentlich Unterstützung für den Präsidenten und den von ihm begonnenen Krieg vorzutäuschen, sei aber insgeheim zutiefst besorgt über den Krieg selbst."

Traylor will von einem weiteren Beamten erfahren haben, dass Vance aufgrund seiner "abweichenden Meinung" mittlerweile an Einfluss verloren habe - trotz seiner neuen Aufgabe als Chefunterhändler im Iran-Krieg.

Präsidentschaftskandidatur von J.D. Vance womöglich in Gefahr

Vance selbst hat sich bislang nicht zu den Berichten geäußert. In den vergangenen Monaten wurde der 41-Jährige immer wieder als nächster Präsidentschaftskandidat der Republikaner gehandelt. Trump selbst darf laut US-Verfassung bei der Wahl 2028 nicht mehr antreten, da er dann bereits zwei Amtszeiten absolviert hätte.

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