Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyjs Hoffnung auf dauerhaften Frieden - Putin verkündet Feuerpause
Wladimir Putin verkündet eine 30 Stunden andauernde Feuerpause im Ukraine-Krieg. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
Erstellt von Sabrina Böhme
10.04.2026 08.27
- Wladimir Putin für Oster-Waffenruhe im Ukraine-Krieg
- Wolodymyr Selenskyj bestätigt Waffenruhe und hofft auf dauerhaften Frieden
- Friedensverhandlungen mit den USA: Putins Somdergesandter trifft Donald Trump
Über das orthodoxe Osterfest sollen die Waffen im Ukraine-Krieg ruhen. Der russische Präsident Wladimir Putin ordnete eine Kampfpause an, die am Samstagnachmittag beginnen und bis Sonntagabend andauern soll. Verteidigungsminister Andrej Beloussow sowie Generalstabschef Waleri Gerassimow erhielten die Anweisung, sämtliche militärischen Operationen für diesen Zeitraum zu stoppen. Gleichzeitig sollen die Streitkräfte jedoch auf etwaige Provokationen vorbereitet bleiben.
Oster-Waffenruhe im Ukraine-Krieg: Selenskyj hofft auf dauerhaften Frieden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erhofft sich, dass die ausgerufene Waffenruhe dauerhaften Frieden bringt. Er erklärte in den sozialen Medien: "Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln." Die Menschen benötigten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Fortschritte in Richtung Frieden. Moskau habe nun die Möglichkeit, auch nach dem Feiertag nicht wieder anzugreifen. Bereits seit Ende März hatte der ukrainische Staatschef wiederholt eine Feuerpause zum orthodoxen Ostersonntag am 12. April gefordert.
Waffenruhe brachte bislang keinen Frieden in der Ukraine
Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine mit Unterstützung westlicher Verbündeter gegen den russischen Angriff. Temporäre Waffenstillstände gab es in dieser Zeit bereits mehrfach. Im vergangenen Jahr hatte Putin ebenfalls eine Oster-Feuerpause verkündet, die rund 30 Stunden dauerte. Auch während der Gedenktage zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai ruhten die Kämpfe vorübergehend.
Eine Waffenruhe zum Weihnachtsfest lehnte der Kremlchef hingegen ab. Die bisherigen Feuerpausen verliefen zudem nicht reibungslos: Beide Kriegsparteien beschuldigten sich gegenseitig, die vereinbarten Kampfpausen nicht eingehalten zu haben. Ob die aktuelle Oster-Waffenruhe einen Schritt in Richtung dauerhaften Frieden bedeutet, bleibt daher ungewiss.
Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs: Putin hält an Gebietsforderungen fest
Die Positionen beider Seiten liegen weiterhin weit auseinander. Während Kiew in einer Waffenruhe einen Schritt zum Kriegsende sieht, besteht Moskau darauf, zunächst grundlegende Streitfragen zu klären. Russland fordert unter anderem den Abzug ukrainischer Truppen aus den Teilen des Donbass, die noch nicht unter russischer Kontrolle stehen. Die Ukraine weist diese Forderung konsequent zurück.
Es geht nicht nur um Frieden: Putin schickt Sondergesandten zu Trump
Die Vereinigten Staaten bemühen sich um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien. Delegationen aus Kiew und Moskau trafen sich zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in der Schweiz zu direkten Gesprächen. Washington saß dabei als Vermittler mit am Tisch. Ein Durchbruch blieb jedoch aus. Immerhin tauschten beide Seiten im Anschluss mehrere Hundert Kriegsgefangene aus. Der Iran-Krieg hat eine Fortsetzung dieses Verhandlungsformats verzögert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters soll Russlands Sondergesandter Kirill Dmitrijew in den USA mit Donald Trump verhandeln. Dabei soll es neben dem Friedensabkommen auch um die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder gehen.
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