Donald Trump: Schmach für den US-Präsidenten - Demokraten triumphieren bei wichtigen Wahlen
Die Zeichen stehen schlecht für ihn und seine Partei. Die Demokraten gewannen bei mehreren wichtigen Wahlen vor den Republikanern. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
Erstellt von Ines Fedder
09.04.2026 13.40
- Republikaner mit mehreren Wahlniederlagen
- Donald Trump Auslöser für den Aufwind der Demokraten?
- Chris Taylor gewinnt mit großem Vorsprung in Wisconsin
Die Demokraten feierten am Dienstagabend einen ihrer stärksten Wahlerfolge seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. In den umkämpften Bundesstaaten Wisconsin und Georgia konnten sie bemerkenswerte Siege einfahren.
Donald Trump: Wahlniederlagen seiner Partei mehren sich
Besonders deutlich fiel das Ergebnis im Rennen um den Wisconsin Supreme Court aus: Die von den Demokraten unterstützte Kandidatin Chris Taylor setzte sich mit einem Vorsprung von fast 20 Prozentpunkten durch. Dies in einem Staat, den Trump 2024 noch mit zehntausenden Stimmen für sich entschieden hatte. Auch in Georgia und einem traditionell republikanisch geprägten Vorort in Wisconsin gingen demokratische Kandidaten als Sieger hervor.
"Alle Beteiligten sollten geteert und gefedert werden"
Die Reaktionen aus dem republikanischen Lager fielen harsch aus. Ein GOP-Stratege äußerte sich gegenüber "Politico" unter der Bedingung der Anonymität mit deutlichen Worten über die Verantwortlichen der Niederlage im Wisconsin-Supreme-Court-Rennen: "Alle Beteiligten sollten geoutet, geteert und gefedert und aus der Politik Wisconsins gejagt werden."
Gleichzeitig versuchte der Stratege, die Bedeutung des Ergebnisses für die kommenden Zwischenwahlen herunterzuspielen. "Die Wählerschaft ist jetzt so anders. GOP-Wähler erscheinen nicht mehr zu Frühjahrswahlen wie früher", argumentierte er.
"Wir haben schon wieder ein Rennen vermasselt"
Eine deutlich andere Einschätzung lieferte Brandon Scholz, der bis 2021 selbst als republikanischer Stratege tätig war. Er bezeichnete den demokratischen Wahlerfolg in Wisconsin als "Wow-Moment" und sieht darin ein ernstzunehmendes Warnsignal für seine ehemalige Partei.
"Die Republikaner sollten sich heute Abend hinsetzen und sagen: 'Okay, wir haben schon wieder ein Rennen vermasselt. Was werden wir im November tun?'", erklärte Scholz gegenüber "Politico".
Neben dem Supreme-Court-Sieg gewann mit Alicia Halvensleben eine weitere Demokratin eine Bürgermeisterwahl in einem republikanisch geprägten Vorort Wisconsins. In Georgia verringerte der demokratische Kongresskandidat Shawn Harris in einer Stichwahl Trumps Vorsprung um 25 Prozentpunkte.
Weitere Themen rund um die USA und Donald Trump lesen Sie auch hier:
- Donald Trump: Sie ist "geistesgestört" und "verräterisch"
- US-Vize-Präsident bringt Gläubige gegen sich auf - Weißes Haus schreitet ein
- Lage war noch nie so ernst - engste Berater sprechen von "Farce"