Donald Trump in Gefahr?: China-Nostradamus sieht "The Don" in tödliche Falle laufen
Auch wenn Donald Trump den Waffenstillstand im Iran-Krieg als persönliche Sieg feiert: Der als "China-Nostradamus" bekannte Wissenschaftler Jiang Xueqin sieht den US-Präsidenten als Verlierer gegenüber dem Iran. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Claudia Löwe
09.04.2026 14.07
- Düstere Prognose für Donald Trump nach Waffenruhe im Iran-Krieg
- "China-Nostradamus" sieht US-Präsident in tödlicher Falle
- Professor Jiang Xueqin überzeugt: Iran behält gegen die USA trotz Luftangriffen die Oberhand
Ein chinesisch-kanadischer Wissenschaftler, der in Peking lehrt und den Spitznamen "China-Nostradamus" trägt, lag mit seiner Einschätzung zum US-Iran-Konflikt richtig: Professor Jiang Xueqin hatte vorausgesagt, dass Donald Trump von seinen extremsten Drohungen gegen den Iran – einschließlich nuklearer Schläge – Abstand nehmen würde. Tatsächlich einigte sich der US-Präsident nun auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand, anstatt seine Ankündigung umzusetzen, die iranische Zivilisation zu "beenden".
"China-Nostradamus" mit beunruhigender Prognose für Donald Trump
Doch Jiangs zweite Prognose birgt langfristige Gefahren für Trump: Der Akademiker warnt, dass amerikanische Soldaten letztlich iranischen Boden betreten werden, weil die Vereinigten Staaten in einem Konflikt gefangen seien, den sie aus der Luft allein nicht gewinnen könnten, berichtet "Roya News".
Iran trotz US-Luftangriffen im Vorteil laut Professor Jiang Xueqin
Jiang präsentierte seine Analyse bereits im März 2026 vor Studierenden der Moonshot Academy in Peking. Der Gründer des weltweit beachteten YouTube-Kanals "Predictive History" betrachtet den Konflikt zwischen Washington und Teheran nicht als reinen Wettstreit der Waffensysteme, sondern als strategisches Nervenspiel. Seine Kernthese: Der Iran bestimmt trotz deutlicher militärischer Unterlegenheit den Rhythmus der Auseinandersetzung. Während die USA auf Luftschläge und eine starre Eskalationsleiter setzen, reagiert Teheran mit Präzision und hält sich alle Optionen offen. "Kalibrierung bedeutet letztlich strategische Flexibilität", erklärte Jiang seinen Studierenden. "Wer die meisten Optionen und eine flexible Strategie hat, gewinnt normalerweise den Kampf."
"China-Nostradamus" vergleicht wutschnaubenden Donald Trump mit reizbarem Schulhof-Schläger
Um seine These zu verdeutlichen, griff Jiang auf ein anschauliches Bild zurück: Er verglich die Situation mit einem Schulhof-Szenario. Ein Tyrann, der einen neuen Schüler unablässig unter Druck setzt, steht einem Gegner gegenüber, der die Angriffe absorbiert, abwartet und seine Momente gezielt wählt. Die Pointe des Vergleichs liegt auf der Hand: Der permanente Druck des Aggressors wird irgendwann zu seiner größten Schwachstelle. Die Geduld des vermeintlich Schwächeren hingegen verwandelt sich in seine schärfste Waffe. Wer ständig eskaliert, verliert Handlungsspielraum – wer abwartet, behält ihn.
Donald Trump manövriert die USA in eine Sackgasse - Experte zeigt Schwachstellen im Iran-Krieg auf
Laut Jiangs Analyse haben sich die USA auf ein starres Vorgehen festgelegt: von gezielten Angriffen über Infrastrukturschläge bis hin zu impliziten nuklearen Drohungen. Diese Eskalationsleiter lässt Donald Trump wenig Spielraum. Der Iran hingegen wählt seine Reaktionen mit Bedacht und schützt seine Handlungsoptionen. Das Dilemma für Trump sticht direkt ins Auge: Luftangriffe allein reichen nicht aus, um den Konflikt zu entscheiden. Wenn die flexible iranische Strategie weiterhin Wirkung zeigt, könnten die Vereinigten Staaten gezwungen sein, den nächsten Schritt zu gehen – mit amerikanischen Bodentruppen im Iran.
Weitere Beiträge zum Thema Donald Trump und Iran-Krieg gibt's hier:
- Donald Trump sitzt "komplett durchgeknallt" in der Verlierer-Falle
- US-Militär erwägt Befehlsverweigerung nach Trumps Polter-Drohung
- Abschuss von US-Kampfjet entlarvt Iran-Lüge von "The Don"
- "The Don" schürt mit unflätiger Schimpftirade neue Zweifel an Amtsfähigkeit
- Entging Donald Trump nur haarscharf einem iranischen Mordanschlag?