Donald Trump: Sobald das passierte, war alles vorbei" - Trump-Geschäft muss schließen
Nach dem Iran-Krieg werden Merchandise-Produkte der MAGA-Bewegung nicht mehr gekauft. Shopinhaberin Lisa Fleischmann musste ihr Geschäft sogar schließen. Bild: dpa/PA Wire/Brian Lawless
Erstellt von Ines Fedder
07.04.2026 11.50
- Donald Trump so unbeliebt wie nie zuvor
- MAGA-Anhänger sind verunsichert – Trump-Fan-Shop muss plötzlich schließen
- Trump-Regierung völlig planlos – Pressekonferenz kurzfristig abgesagt
Seit Monaten sind die Umfragewerte für US-Präsident Donald Trump im freien Fall. Auch wenn der 79-Jährige selbst stets von "Lügenpresse" und "Fake News" spricht und somit seinen Kritiker:innen versucht, den Wind aus den Segeln zu nehmen, werden die Folgen von Trumps Alleingängen immer sichtbarer. Der Angriff im Iran hat die Karten für viele Amerikaner:innen noch einmal neu gemischt. Selbst bei hartgesottenen MAGA-Anhänger:innen stößt dieser Schritt auf knallharten Widerstand.
MAGA-Shop muss nach Iran-Krieg schließen – "Sobald das passierte, war alles vorbei"
Wie stark der Zuspruch Trumps in den USA nachgelassen hat, das muss auch Unternehmerin Lisa Fleischmann am eigenen Leib spüren. Die Shop-Besitzerin, die in ihrem Geschäft Merchandise und MAGA-Fanartikel verkaufte, steht vor einem finanziellen Desaster. Gegenüber dem "Daily Beast" wird die einstige Unterstützerin Donald Trumps ziemlich deutlich. Ihr Geschäft "Trump Truth Store" in Crystal Lake, einem Vorort von Chicago, musste sie nach nur wenigen Monaten nach der Eröffnung schließen. Der Grund: schlechte Verkaufszahlen, die noch schlechter wurden, als Donald Trump am 28. Februar den Iran-Krieg begann. "Die Verkäufe liefen wirklich schleppend. Alles begann mit dem Krieg. Sobald das passierte, war alles vorbei", erklärte die Ladenbesitzerin gegenüber der "Chicago Tribune". Und weiter: "Ich glaube, die Kunden sind verunsichert, was da vor sich geht. Nicht alle. Aber ich denke, die Mehrheit ist verunsichert..."
Wie verunsichert, das zeigt auch eine aktuelle Umfrage des "AP-NORC Center for Public Affairs Research". Darin gaben 59 Prozent der Befragten an, dass die US-Militäraktion im Iran zu weit gegangen sei.
Donald Trump sorgt für Umsatzeinbrüche
Für die Unternehmerin wirkt sich die Trump-Ablehnung direkt auf das Geschäft aus. Sie musste ihren neu eröffneten Shop kurzerhand wieder schließen. "Ich verdiene nicht einmal die Hälfte meiner Miete", erklärte sie. Sie habe es nie wegen des Geldes gemacht, aber sie wisse nicht, wie lange sie das noch durchhalten könne, schrieb sie nur kurz vor der Schließung ihres Shops bei Facebook.
Lisa Fleischmann sei dennoch zuversichtlich, dass sich die Lage wieder bessern werde. Gegenüber der "Chicago Tribune" machte sie Mut: "Sie wollen nicht, dass die Wirtschaft schwächelt". Sie, also die Regierung, wolle, dass alles besser werde.
Pressekonferenz abgesagt, Frist läuft aus – Trump-Regierung völlig planlos?
Derweil scheint Donald Trump beim Thema Iran-Krieg in einer mehr als deutlichen Zwickmühle zu stecken. Der Druck auf eine Beendigung des Krieges wächst, der Erfolg von Trumps Iran-Mission ist hingegen kaum erkennbar. Eine Pressekonferenz der amerikanischen Regierung, die für Dienstag anberaumt war, wurde kurzfristig abgesagt. Aus einer Mitteilung an Pressevertreter ging indes nicht hervor, warum die Einladung zurückgezogen wurde. Ein weiteres Indiz, welches die Planlosigkeit der amerikanischen Regierung mehr als deutlich macht.
Donald Trump droht Iran mit weiteren Angriffen - Frist droht zu verstreichen
Nach deutscher Zeit läuft in der Nacht zum Mittwoch um 2.00 Uhr die Frist von US-Präsident Donald Trump für den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus ab. Der Republikaner hatte erst am Montag gedroht, nach Ende der Frist binnen weniger Stunden dann alle Brücken und Kraftwerke in dem Land zerstören zu wollen. Trump sagte zugleich, man wolle nicht, dass das passiert.
Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung. Wegen des Krieges ist die Straße von Hormus aber faktisch fast vollständig blockiert, das hat dramatische Folgen für die Ölpreise.
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