Politik

Donald Trump: "The Don" schürt mit unflätiger Schimpftirade neue Zweifel an Amtsfähigkeit

Donald Trumps neueste Schimpftirade wirft Zweifel an Donald Trumps Eignung für das Präsidentenamt auf - und lässt Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren laut werden. Bild: picture alliance/dpa/TheNEWS2 via ZUMA Press Wire | Kyle Mazza, Kyle Mazza

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  • Donald Trump ätzt gegen Bruce Springsteen: "Vertrocknete Dörrpflaume"
  • US-Präsident ruft zu Konzert-Boykott von "The Boss" auf
  • "The Don" zeigt Symptome von Psychopathie mit Musiker-Schelte

Donald Trump ist bekanntlich auf all jene Menschen, die Kritik an seiner Person üben, nicht sonderlich gut zu sprechen - aktuell ist es ein Mega-Star der Musikwelt, der den US-Präsidenten mächtig auf die Palme bringt. Seit dem 31. März ist Bruce Springsteen wieder auf Tournee und wandte sich bei seinem Tour-Auftakt in Minneapolis mit einer politischen Botschaft an sein Publikum. Zuvor hatte sich "The Boss" an den landesweiten Protesten gegen die US-Regierung beteiligt - für Donald Trump Anlass genug, gegen den Musiker vom Leder zu ziehen und mit unflätigen Beschimpfungen unter die Gürtellinie zu zielen.

Donald Trump wettert gegen Bruce Springsteen: "Sieht aus wie eine vertrocknete Dörrpflaume!"

In einem bei "Truth Social" abgesetzten Post schimpfte Donald Trump wie ein Rohrspatz gegen Bruce Springsteen, den er als "schlechten und langweiligen Sänger" bezeichnete, der "wie eine vertrocknete Dörrpflaume" aussehe. Damit dürfte Trumps Hass auf "The Boss eine neue Eskalationsstufe erreicht haben. Doch damit nicht genug: Trump forderte seine MAGA-Anhänger ("Make America Great Again") direkt zum Boykott auf. Die Konzerte des 76-Jährigen seien "überteuert", so der wutentbrannte Präsident. Die verbale Attacke ist die jüngste Reaktion auf Springsteens anhaltende Kritik an der Regierung.

Bruce Springsteen ist Donald Trump ein Dorn im Auge nach Protestsong gegen tödliche Abschiebe-Razzien

Der Auslöser für Trumps Wutausbruch liegt auf der Hand: Springsteen macht keinen Hehl aus seiner ablehnenden Haltung gegen die aktuelle Regierung. Besonders brisant: Der Musiker verfasste kürzlich ein Protestlied, das sich mit den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger während umstrittener Abschiebe-Razzien in Minneapolis befasst. In diesem Zusammenhang fand Springsteen deutliche Worte für Trump und dessen Regierung – er bezeichnete sie als den "Möchtegern-König und seine Schurkenregierung".

Bruce Springsteen startet neue Tournee in Minneapolis und macht politische Anti-Trump-Aussage

Am 31. März startete Springsteen seine neue Tournee – und die Wahl des Auftaktorts war alles andere als zufällig. Ausgerechnet Minneapolis, wo die tödlichen Vorfälle bei den Abschiebe-Razzien stattfanden, bildete die Kulisse für den ersten Konzertabend. Dabei wandte sich der Rockstar mit einer unmissverständlichen politischen Botschaft an sein Publikum. Er bat die Anwesenden, sich gemeinsam mit ihm für "Hoffnung statt Angst, Demokratie statt Autoritarismus und Frieden statt Krieg" zu entscheiden, wie die "New York Times" berichtete. Eine klare Ansage an die Adresse der Trump-Regierung.

Weißes Haus attackierte "The Boss" schon vor Tourstart

Die jüngsten Beleidigungen des Präsidenten sind jedoch nicht der erste verbale Angriff aus der Regierungszentrale. Bereits als Springsteen seine neue Tournee ankündigte, schoss das Weiße Haus scharf zurück. Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung griff den Musiker damals mit drastischen Worten an: "Er leidet an einer schweren Form des Trump-Wahns, der sein Gehirn hat verrotten lassen." Die Fehde zwischen der Rocklegende und der Trump-Administration hat sich damit über Wochen aufgebaut – und dürfte angesichts der bevorstehenden Tourtermine noch weiter eskalieren.

Ist Donald Trump ein Psychopath? US-Präsident zeigt erschreckende Symptome

Dass sich Donald Trump, der sich angesichts des von ihm losgetretenen Iran-Krieges und dadurch verursachten wirtschaftlichen Turbulenzen in Beliebtheitsumfragen im freien Fall befindet, ausgerechnet jetzt Zeit nimmt, in einem ausufernden Social-Media-Post über Bruce Springsteen herzuziehen, erfüllt der Analyse eines Posts bei X (vormals Twitter) zufolge sämtliche Kriterien für eine Psychopathie-Diagnose Donald Trumps, die den 79-Jährigen amtsunfähig machen würde.

"Der Präsident der Vereinigten Staaten veröffentlichte heute Morgen einen 150 Wörter langen persönlichen Angriff auf Bruce Springsteen", beginnt die schonungslose Analyse von Donald Trumps Geisteszustand. "Nicht wegen des Irans. Nicht wegen der Zölle, die die globalen Märkte zum Einsturz bringen. Nicht wegen der Rezessionswarnungen. Sondern wegen Bruce Springsteen." Im Folgenden ist die Rede von einem psychologischen Test, der zum Nachweis psychopathischer Störungen angewendet wird und dem sich auch Donald Trump unterzog - mit alarmierenden Ergebnissen:

  • "Es gibt ein standardisiertes psychologisches Instrument namens Hare-Psychopathie-Checkliste. Sie umfasst 20 Punkte, die auf einer Skala von 0 bis 40 bewertet werden. Der Grenzwert für die Diagnose einer Psychopathie liegt bei 30."
  • "Der Durchschnittsmensch erreicht etwa 4 Punkte. Ein durchschnittlicher Häftling in einem Hochsicherheitsgefängnis erreicht 22 Punkte."
  • "Ein Gremium namhafter Psychiater begutachtete Trump vor seiner Urteilsverkündung 2024 in New York. Er erreichte 36 von 40 Punkten."

Psychopathie-Test von Donald Trump legt Amtsunfähigkeit nahe

Ein derartiges Testergebnis lasse nur einen Schluss zu: Donald Trump ist seines Amtes nicht mehr gewachsen und müsse aufgrund psychischer Auffälligkeiten dringend abgesetzt werden:

  • "Der 25. Verfassungszusatz existiert genau für solche Fälle. Paragraph 4 erlaubt es dem Vizepräsidenten und der Mehrheit des Kabinetts, den Präsidenten für amtsunfähig zu erklären. Er wurde jedoch noch nie angewendet."
  • "In jeder normal funktionierenden Demokratie läge die Schwelle deutlich niedriger. Die meisten Führungskräfte in dieser Position treten zurück."
  • "Stattdessen bezeichnet dieser hier um 07.58 Uhr auf Truth Social eine Rocklegende als vertrocknete Pflaume."
  • "Amerika führt einen Krieg im Iran, aus dem es kein Entrinnen gibt. Die Märkte stürzen ab. Verbündete schmieden Alternativpläne.Und der Mann mit dem Finger auf dem Atombombenknopf schreibt Konzertkritiken."

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/news.de/dpa/stg

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