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"Grandioser Misserfolg" für Putins Armee: Ukraine stoppt bislang größten Russen-Vorstoß bei Lyman

Wladimir Putins Armee soll bei einem Vorstoß in Richtung Lyman-Borowa dramatische Verluste erlitten haben. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Gavriil Grigorov

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  • Russische Truppen sollen ihren bislang "größten mechanisierten Vorstoß" Richtung Lyman-Borowa unternommen haben
  • Dabei wurden sie durch das 3. Armeekorps der Ukraine gestoppt und erlitten schwere Verluste
  • Angaben konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden

Die ukrainische Armee vermeldet einen weiteren Triumph über die russischen Streitkräfte. Putins Truppen sollen am vergangenen Donnerstag, dem 19. März, einen groß angelegten Vorstoß in Richtung Lyman-Borowa im Osten der Ukraine gewagt haben. Das 3. Armeekorps konnte die Angriffe jedoch eigenen Angaben zufolge erfolgreich stoppen und fügte dem Feind herbe Verluste zu.

Russischer Vorstoß im Ukraine-Krieg Richtung Lyman-Borowa gestoppt

Es sei der bisher "größte mechanisierte Vorstoß" der Russen in der Region gewesen, berichtete das 3. Armeekorps der Ukraine. Dieser habe um 5.30 Uhr morgens begonnen und sich in sieben Richtungen über eine 150 Kilometer lange Frontlinie erstreckt, heißt es in einem Video zu den Kämpfen, das der estnische Kriegsblogger "WarTranslated" auf X (vormals Twitter) postete. Russland soll mit mehr als 500 Infanteristen, 28 gepanzerten Fahrzeugen sowie über 100 Motorrädern und Buggys angegriffen haben.

Ukrainische Armee berichtet über herbe Verluste für Wladimir Putins Armee

"Der groß angelegte Durchbruchsversuch endete für die Russische Föderation an den vom 3. Armeekorps verteidigten Frontabschnitten in einem grandiosen Misserfolg", teilten die ukrainischen Streitkräfte in ihrem Clip weiter mit. Neben 84 Motorfahrzeugen seien elf Schützenpanzer und Mannschaftstransportwagen, drei weitere Panzer, ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ TOS-1A Solntsepyok sowie fünf Artilleriegeschütze zerstört worden. Darüber hinaus sollen 288 russische Soldaten getötet worden sein. "Die meisten scheiterten daran, die Kampflinie zu überschreiten", so das Armeekorps weiter. "Es war buchstäblich ein glühend heißer Morgen."

Kreml schweigt zu eigenen Rückschlägen in der Ukraine

Die Angaben der ukrainischen Streitkräfte konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden. Zu beachten ist, dass beide Kriegsparteien mitunter auch auf Propagandamaterial zurückgreifen, um die jeweils andere Seite in ein schlechtes Licht zu rücken und die Moral der eigenen Truppen zu stärken. Moskau veröffentlicht generell keine Zahlen zu den eigenen Verlusten im Ukraine-Krieg.

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