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Ukraine-Krieg aktuell: "Ich will nicht mehr schweigen" - Putin-Soldat stellt Kremlchef bloß

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alexander Zemlianichenko

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  • Wladimir Putin bloßgestellt von Kreml-Soldat
  • Wütender Russe packt über die wahren Zustände an der Ukraine-Front aus
  • Sein Vorwurf: Menschenleben haben in Russland keinen Wert
  • Armeeführung behandelt Soldaten wie "Verbrauchsmaterial"

Auch nach vier Jahren Krieg ist Wladimir Putin seinem eigentlichen Ziel, die Ukraine zu besetzen und ein pro-russisches Regime zu installieren, nicht wirklich näher gekommen. Weshalb sich sogar pro-russische Kriegsblogger immer öfter gegen die "militärische Spezialoperation" aussprechen.

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Wladimir Putin bloßgestellt von Kreml-Soldat

Aktuell ist es jedoch kein Kreml-Blogger, sondern ein russischer Soldat, der seiner Frustration Luft macht und über die wahren Zustände an der Front auspackt. In einem Beitrag, den der aus Estland stammende Kriegsbeobachter WarTranslated auf seinem X-Account geteilt hat, ist zu lesen, dass der Russe der Armeeführung vorwirft, die Rekruten wie "Verbrauchsmaterial" zu behandeln, und dass ein Menschenleben in Russland keinen Wert hat.

Wütender Russe packt über die wahren Zustände an der Ukraine-Front aus

"Glaubt bloß nicht, ich würde mich beschweren! Ganz und gar nicht! Wir kennen unseren Job, und wir wissen, wofür wir kämpfen", erklärt der Russe zu Beginn seines Statements. Doch dann folgt das große Aber. "Aber ich spreche von etwas anderem! Ich spreche davon, dass das Leben eines russischen Soldaten im fünften Kriegsjahr für manche Kommandeure immer noch ein billiger Verhandlungschip ist."

Putin-Soldat wütet: Menschenleben haben in Russland keinen Wert

In den folgenden Zeilen prangert der Kreml-Kämpfer an, dass junge Soldaten schon einen Monat nach Vertragsunterzeichnung zu den Stürmern geschickt werden. "Obwohl jeder 'Stürmer' dir sagen wird, dass man erst nach wochenlangem Training und einer Eingewöhnungsphase ein echter Stürmer werden kann", so der Russe. Weiterhin beklagt er, dass eine Versetzung zu den Stürmern inzwischen in Ermangelung normaler Disziplinarpraktiken und Rechtsstaatlichkeit als Strafe eingesetzt wird.

Wladimir Putin von Soldat bloßgestellt - "ich bin einfach wütend"

Das knallharte Fazit des Rekruten: "Und so kommt es, dass ein Bürger, der sich freiwillig entschieden hat, seinem Land zu dienen und die höchste Pflicht zu erfüllen, in einer Umgebung landet, in der er einfach ein Niemand ist! Ein Wegwerfmaterial! (...) Entschuldigung, ich bin einfach wütend! Aber ich will nicht mehr schweigen!"

Genau wie bei Videos aus dem Ukraine-Krieg ist auch bei diesem Textbeitrag allerdings Vorsicht geboten, denn unabhängig bestätigen lassen sich solche Beiträge meist nicht. Auch Kriegsbeobachter WarTranslated ist vorsichtig, denn in seinem Post weist er darauf hin, dass die Aussage "angeblich von einem russischen Soldaten stammt".

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