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Wladimir Putin zittert: Putin-Vertrauter Schoigu warnt - "Keine russische Region ist mehr sicher"

Nach ukrainischen Angriffen weit hinter der Front schlägt ein Top-Berater von Kremlchef Wladimir Putin Alarm. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Gavriil Grigorov

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  • Ukrainische Drohnen treffen erstmals Ziele tief im russischen Hinterland
  • Putin-Insider Sergei Schoigu warnt: "Keine russische Region ist mehr sicher"
  • Angriffe auf russische Infrastruktur seit 2025 vervierfacht

Das ist ein Alarmsignal aus dem Machtzentrum in Moskau: Nach ukrainischen Angriffen weit hinter der Front schlägt ein jahrelanger Top-Berater von Kremlchef Wladimir Putin Alarm. Seine Botschaft ist brisant – und lässt aufhorchen, denn Russland ist offenbar nirgends mehr sicher.

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Putin-Vertrauter Sergei Schoigu warnt, dass kein Teil Russlands mehr sicher sei

Nach erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Militäranlagen hat Sergei Schoigu eine drastische Warnung ausgesprochen. Laut "Independent" erklärte Schoigu vor dem russischen Sicherheitsrat, dass "keine russische Region sich mehr sicher fühlen" könne.

Die Ukraine hatte zuletzt zwei Reparatureinrichtungen für Militärflugzeuge in Nowgorod und Uljanowsk getroffen – beide Standorte liegen rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Laut Schoigu habe die Entwicklung ukrainischer Drohnen ein Niveau erreicht, das Angriffe weit ins russische Hinterland ermögliche. Selbst die Uralregion befinde sich bereits "in der unmittelbaren Gefahrenzone".

Hangars und Flugzeuge bei Angriffen beschädigt

Die ukrainischen Drohnenangriffe vom 16. März richteten sich gezielt gegen Einrichtungen, die russische Militärflugzeuge instand setzen. Bei den Attacken wurden Hangars, Abstellflächen sowie mehrere dort stationierte Maschinen beschädigt. Die betroffenen Anlagen in Nowgorod und Uljanowsk sind für die Wartung verschiedener Flugzeugtypen zuständig – darunter Militärtransporter, Frachtmaschinen und Tankflugzeuge.

Die Entfernung der Ziele zum eigentlichen Kampfgeschehen verdeutlicht die gewachsene Reichweite ukrainischer Angriffskapazitäten. Beide Standorte liegen etwa 800 Kilometer von der gemeinsamen Grenze entfernt, weit abseits der Frontlinien im Osten der Ukraine.

Angriffe auf russische Infrastruktur vervierfacht

Schoigu präsentierte dem Sicherheitsrat alarmierende Zahlen zur Entwicklung der ukrainischen Angriffe. Im Jahr 2025 seien die Luftattacken auf russische Infrastruktur auf mehr als 23.000 gestiegen – eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr. Die ukrainische Drohnentechnologie habe sich derart weiterentwickelt, dass Ziele bis in die Uralregion erreichbar seien.

Diese Region liegt mehr als 1.500 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt. Damit reichen die Angriffskapazitäten Kiews mittlerweile fast doppelt so weit wie die getroffenen Standorte in Nowgorod und Uljanowsk.

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/loc/news.de/stg

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