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Donald Trump: US-Präsident wütet gegen Ex-Terror-Chef - "gut, dass er weg ist"

Die Kündigung von Joe Kent bleibt für den ehemaligen Anti-Terror-Chef nicht folgenlos. Donald Trump hat sich bereits negativ über ihn geäußert. Bild: dpa/AP/Julia Demaree Nikhinson

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  • Trumps Anti-Terror-Chef Joe Kent kündigt wegen Iran-Entscheidung
  • Rücktritt mit Folgen - US-Präsident teilt bei Truth Social aus
  • Diskretidierung hat bereits begonnen: "Gut, dass er weg ist"

Es ist ein sinnloser Krieg, der besser nicht geführt werden sollte. Das ist nicht nur die Meinung vieler Amerikaner in Bezug auf den Iran-Krieg, sondern auch die des ehemaligen Direktors des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joe Kent. Der einstige Anti-Terror-Chef ist sogar so vehement dagegen, dass sich der ursprüngliche MAGA-Vertreter von der Trump-Administration abwendet und kurzerhand kündigt.

Iran keine "unmittelbare Bedrohung" für die USA?

In seinem Rücktrittsschreiben schrieb der ehemalige CIA-Offizier in seiner Erklärung, dass der Iran "keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation darstellt und es klar ist, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks von Israel und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben." Nur wenig später bekommt Kent für seine klare Meinung die präsidentiale Quittung.

US-Präsident Donald Trump stellt Ex-Anti-Terror-Chef Joe Kent bloß

Auf der Social-Media-Plattform "Truth Social" teilte Donald Trump einen Tweet des ehemaligen Sicherheitschefs aus dem Jahr 2020, in dem er die "Zerstörung der iranischen Atomkapazitäten" forderte. Ein Versuch, den Sicherheitschef mit seinen eigenen Aussagen zu konfrontieren und bloßzustellen.

Dabei steckt hinter dem Meinungsumschwung des ehemaligen MAGA-Vertreters weit mehr als eine Lappalie. Trumps ehemaliger Terror-Chef bangt um die amerikanischen Truppen. In einem Meinungsbeitrag, den er für "Fox News" verfasste, warnt er vor der aussichtslosen und prekären Lage im Iran. In einem Beitrag bei X wird Joe Kent noch einmal konkret:

"Wir sollten nicht einfach dasitzen und auf den nächsten Angriff warten, sondern Irans ballistische Fähigkeiten ausradieren und unsere Truppen aus dem Irak abziehen – sie sind dort jetzt nur noch Ziele." Und weiter: "Dass keine US‑Soldaten verwundet oder getötet wurden, ist ein Verdienst unserer militärischen Professionalität und der Geheimdienstleute, nicht iranischer Zurückhaltung."

Donald Trump von israelischen Beamten beeinflusst?

Doch der Meinungsumschwung Kents, der in seinem Kündigungsschreiben ausdrücklich erklärte, dass er die "Werte und Außenpolitik" des US-Präsidenten stets vertreten habe, allerdings davon ausgehe, dass Trump in den letzten Monaten von hochrangigen israelischen Beamten und einflussreichen Mitgliedern der amerikanischen Regierung getäuscht worden ist, hinterlässt Spuren beim US-Präsidenten. Dieser teilt mächtig gegen Joe Kent aus.

Donald Trump: "Es ist gut, dass er weg ist"

Nach Kents Rücktritt sollen Regierungsmitglieder wie Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt laut Informationen des "Daily Beast" bereits daran arbeiten, Joe Kent zu diskreditieren, indem sie ihm unter anderem Antisemitismus vorwerfen.

Donald Trump selbst auf den Rücktritt angesprochen, erklärte, dass sein ehemaliger Sicherheitschef zwar ein "netter Kerl" sei, aber "schwach in Sicherheitsfragen". "Es ist gut, dass er weg ist, denn er hat gesagt, der Iran sei keine Bedrohung", erklärt Trump gegenüber Reporter:innen im Oval Office.

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/mlk/news.de

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