Benjamin Netanjahu angeblich tot: Absurder Sechs-Finger-Beweis löst Todesgerüchte aus
Im Internet wurde Benjamin Netanjahu totgesagt. Nun meldet sich Israels Premierminister mit einem ungewöhnlichen Video zu Wort. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Anika Bube
16.03.2026 12.04
- Todesgerüchte im Netz: Verschwörungstheorien behaupteten, Netanyahu sei bei einem iranischen Angriff gestorben.
- Humorvolle Antwort: In einem Video zeigt der Premier seine Hände und kontert die „Sechs-Finger-Theorie".
- Konflikt eskaliert: Irans Revolutionsgarde droht offen mit der Tötung des israelischen Regierungschefs.
Angeblich sei Benjamin Netanjahu bei einem iranischen Angriff gestorben. Das behaupten zumindest bizarre Gerüchte, die im Netz kursieren. Nun reagierte Israels Premierminister mit einem ungewöhnlichen Video und wies die Behauptungen über seinen angeblichen Tod zurück.
Benjamin Netanjahu reagiert auf Todesgerüchte
Der Clip, der auf der Plattform X veröffentlicht wurde, zeigt den Regierungschef in einem Café nahe Jerusalem. Dort bestellt er Kaffee und unterhält sich mit Gästen. "Sie sagen, ich bin was?", fragt Netanyahu lachend in die Kamera. Mit einer hebräischen Redewendung ergänzt er: "Ich finde, Kaffee ist zum Sterben gut, ich finde, mein Volk ist zum Sterben gut."
Der Ursprung der Todesgerüchte ist ebenso ungewöhnlich wie absurd. Einige Internetnutzer wollten bei einer Fernsehansprache Netanyahus angeblich sechs Finger an einer Hand entdeckt haben. Daraus entstand die Theorie, der Auftritt sei mit künstlicher Intelligenz erstellt worden und der echte Premierminister sei bereits tot. Netanjahu reagierte auf die Verschwörungstheorie mit Humor. Im Café-Video hält er beide Hände in die Kamera und fragt:"Wollt ihr die Anzahl der Finger zählen?" Das Ergebnis ist eindeutig: fünf Finger an jeder Hand. Damit war die Verschwörungstheorie schnell widerlegt.
Israel-Premier nutzt Auftritt für Sicherheitsappell
Neben dem Spott über die Gerüchte nutzte Netanyahu das Video auch für eine ernstere Botschaft. Er rief die israelische Bevölkerung dazu auf, die Sicherheitsanweisungen bei Raketenangriffen konsequent einzuhalten.
Während Netanyahu über die Gerüchte scherzte, verschärfte sich die Rhetorik aus Teheran. Die Islamische Revolutionsgarden (IRGC) kündigten laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA auf X an, den israelischen Regierungschef zu verfolgen. Die Miliz schwor, den "Kindermörder" Netanyahu zu jagen und zu töten, falls er noch am Leben sei. Die Drohung fällt mitten in den militärischen Konflikt zwischen Israel und Iran, der inzwischen in die dritte Woche geht.
Israel und USA bombardieren iranische Ziele
Nach Angaben Netanyahus laufen weiterhin militärische Operationen gegen Iran. "Wir tun Dinge, die ich im Moment nicht teilen kann, aber wir treffen Iran sehr hart, auch an diesem Tag, und im Libanon machen wir weiter", erklärte der Premier. Israel und die Vereinigte Staaten führen derzeit eine koordinierte Bombardierungskampagne gegen iranische Ziele durch. Gleichzeitig greift Israel auch Stellungen der vom Iran unterstützten Miliz Hisbollah im Libanon an. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel, von denen einige die Luftabwehrsysteme durchdringen konnten.
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