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Putin profitiert vom Iran-Krieg: Kriegskasse klingelt - Kremlchef kassiert täglich 510 Millionen Euro

Wladimir Putin profitiert vom Iran-Krieg. Bild: picture alliance/dpa/Kremlin Poo/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Vyacheslav Prokofyev

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  • Wladimir Putin profitiert vom USA-Iran-Krieg
  • Kreml-Kriegskasse klingelt durch gestiegene Ölpreise
  • Putin kassierte sechs Milliarden Euro in zwei Wochen

Der bewaffnete Konflikt zwischen den USA und dem Iran lässt Wladimir Putins Kriegskasse klingeln. Wie eine aktuelle Analyse des Center for Research on Energy and Clean Air (CREA) zeigt, hat Russland in den zwei Wochen seit Beginn des Iran-Krieges ganze sechs Milliarden Euro zusätzlich eingenommen.

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Wladimir Putin profitiert vom USA-Iran-Krieg - Kreml-Kriegskasse klingelt

In Summe belaufen sich die täglichen Mehreinnahmen aus fossilen Brennstoffen auf etwa 510 Millionen Euro. Warum das? Die Ölpreise waren Ende Februar stark gestiegen, nachdem die USA und Israel Angriffe auf den Iran durchgeführt hatten. Von diesem Preisanstieg profitiert nun ausgerechnet Wladimir Putin in erheblichem Umfang.

Putin kassiert täglich 510 Millionen Euro durch den USA-Iran-Krieg

Die Dimension der russischen Zusatzeinnahmen wird im militärischen Kontext besonders deutlich. Mit den täglichen 510 Millionen Euro könnte Wladimir Putin theoretisch 17.000 Shahed-Drohnen (Stückpreis circa 35.000 Dollar) beschaffen. Diese Drohnen setzt Russland regelmäßig in Massenangriffen gegen ukrainische Städte und kritische Infrastruktur ein. Erst am 7. März startete das russische Militär einen Großangriff mit 480 Drohnen, darunter zahlreiche Shahed-Modelle iranischer Bauart. Solche Attacken gehören mittlerweile zum Alltag des Krieges gegen die Ukraine.

USA erwägen, US-Sanktionen gegen russisches Öl zu lockern

Die NGO Urgewald, welche die Untersuchungsergebnisse veröffentlichte, kritisiert die Überlegungen der US-Regierung, Sanktionen gegen russisches Öl aufzuweichen, scharf. Denn eine solche Entscheidung würde Wladimir Putin einen "erheblichen finanziellen Geldsegen" verschaffen, warnt die deutsche Organisation.

"Das ist eine politische Entscheidung. Regierungen können an den Sanktionen festhalten, oder sie können signalisieren, dass der Westen bei steigenden Energiepreisen immer einen Grund zum Nachgeben findet", erklärte Alexander Kirk, Sanktionskampagnenleiter bei Urgewald. Dies würde nicht nur das Leid der Ukraine verlängern, sondern die Sicherheit ganz Europas untergraben.

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/loc/news.de/stg

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