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Donald Trump verspottet: "Der dümmste Idiot, der jemals Präsident war" 

Mit seiner Iran-Aussage hat sich Donald Trump keinen Gefallen getan. Bild: dpa/Kay Nietfeld

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  • Donald Trump behauptet bei "Truth Social", dass der Iran-Krieg bereits gewonnen sei
  • Post sorgt für Wut-Welle im Netz - Republikanischer Ex-Abgeordnete mit heftigen Worten
  • Geheimdienst-Bericht warnte vor Angriff im Nahen Osten

US-Präsident Donald Trump rügte am Wochenende das späte Eingreifen Großbritanniens in den Iran-Krieg mit einem öffentlichen Post auf "Truth Social". Doch die Nachricht, die ganz offensichtlich direkt an Großbritanniens Premier Keir Starmer gerichtet war, löste eine Welle der Empörung im Netz aus. Der Grund: Der Präsident behauptete noch vor Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, dass man den Iran-Krieg bereits gewonnen habe.

Donald Trump sorgt mit Iran-Aussage für Wut im Netz

"Das Vereinigte Königreich, unser einstiger großer Verbündeter, vielleicht der größte von allen, erwägt nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu entsenden", beginnt der Kommentar, nur um schließlich mit einer explosiven Behauptung zu enden. "Schon gut, Premierminister Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden es nicht vergessen. Wir brauchen keine Leute, die in Kriege eintreten, nachdem wir sie bereits gewonnen haben!"

Republikanischer Ex-Abgeordnete mit heftigen Trump-Fazit

Bereits gewonnen haben? Ein Schluss, der im Netz auf starken Widerhall trifft. Der ehemalige republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger kommentierte das Trump-Statement besonders scharf: "Trump ist ohne Witz der dümmste, dümmste Idiot, der jemals Präsident war. Und er ist noch ein Kind. Ich meine, so ein dünnhäutiger kleiner Junge."

Und auch die Presse reagierte auf die kontroverse Trump-Aussage: Die Zeitung "Tennessee Holler" kommentierte laut "Rawstory" wie folgt: "Trump versucht, Starmer zu demütigen, weil er sich seinem verhängnisvollen Krieg angeschlossen hat, 'nachdem wir bereits gewonnen haben'." Und weiter:

"Was haben sie gewonnen? Die Stimmung ist stark – es ist leicht zu sagen, man hätte 'gewonnen', wenn niemand weiß, worum es eigentlich ging."

"DD Geopolitics" ordnete die Trump-Behauptung des "gewonnen Krieges" ebenfalls noch einmal ein: "In sechs Ländern brennen Militärbasen. THAAD-Radaranlagen zerstört. Hormus geschlossen. Soldaten im Dunkeln nach Hause ausgeflogen. Sechs Tote in Kuwait. Ölmärkte im freien Fall." "Gewonnen" sähe irgendwie anders aus.

Geheimdienst-Bericht warnte Trump vor Angriff im Iran

Dabei bleibt es nicht allein bei der Kritik zu Trumps "Wortwahl" bei Social-Media. Wie aktuell bekannt wurde, soll der US-Präsident auch einen pikanten Geheimdienst-Bericht, der vor einem Iran-Krieg warnte, schlichtweg im Vorfeld ignoriert haben. Das Weiße Haus hingegen bekräftigte gegenüber der Presse noch einmal die dringende Kriegsmotivation, der Iran müsse daran gehindert werden, das Atomprogramm weiter ausbauen zu können. Man werde die Iran-Führung vernichten.

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