Donald Trump: "The Don" nach Komplett-Blamage als "rassistisch und realitätsfremd" bloßgestellt
Auf ausländische Staatschefs wie den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa hat Donald Trump nicht den besten Eindruck gemacht. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Suzanne Plunkett
Erstellt von Claudia Löwe
07.03.2026 06.00
- Donald Trump "jenseits von Gut und Böse" laut Südafrika-Präsident Cyril Ramaphosa
- US-Präsident "rassistisch" und "vollkommen uninformiert" bloßgestellt
- Nach peinlichem Eklat im Weißen Haus: Ausländischer Staatschef rechnet mit "The Don" ab
Kaum etwas genießt Donald Trump mehr, als sich im Weißen Haus vor Medienvertretern in Pose zu werfen - am liebsten in Gesellschaft ausländischer Staats- und Regierungschefs, neben denen sich "The Don" als überlegen aufspielen kann. Im Mai 2025, wenige Monate nach Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident, empfing Donald Trump den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in Washington - ein Treffen, das Ramaphosa aus für Donald Trump wenig schmeichelhaften Gründen bis heute im Gedächtnis geblieben ist.
Donald Trump "rassistisch" und "völlig realitätsfremd" laut Cyril Ramaphosa
Im Interview mit der "New York Times" rechnete Ramaphosa nun rückblickend mit Donald Trump ab. Südafrikas Präsident habe den Republikaner als einen rassistischen und komplett von der Realität entfremdeten Mann kennengelernt, so Ramaphosa gegenüber der US-Zeitung. "Ich dachte nur, dass er so uninformiert ist, wirklich uninformiert", sagte Ramaphosa Anfang März 2026 gegenüber der Zeitung. Bei dem denkwürdigen Treffen im Oval Office im Mai 2025 habe Trump Südafrika durch eine "völlig vernebelte Linse" betrachtet, ohne das tatsächliche Ausmaß des Schadens durch die Apartheid zu begreifen.
Entsetzen wegen Donald Trump: Südafrika-Präsident ist auch Monate nach dem Treffen fassungslos
Der südafrikanische Staatschef zeigte sich bestürzt über die Begegnung. Trump sei seiner Einschätzung nach "einfach abweisend" gewesen. "Ich denke, ihm fehlt jeglicher Bezug zur Realität, was Südafrika ausmacht und wofür es steht", erklärte Ramaphosa.
Während des Treffens im Oval Office legte Trump dem südafrikanischen Präsidenten einen Stapel Zeitungsausschnitte vor. Diese sollten als Beweis für die rechtsextreme Verschwörungstheorie eines angeblichen "weißen Genozids" in Südafrika dienen. Laut "New York Times" hatten einige dieser Ausschnitte jedoch keinerlei Bezug zu Südafrika.
Donald Trump blamiert sich: US-Präsident legt Fake-News als Beweis für Verschwörungstheorien vor
Zusätzlich präsentierte Trump ein Video, das angeblich getötete weiße südafrikanische Farmer zeigen sollte. Wie Reuters später berichtete, stammte das Filmmaterial tatsächlich aus der Demokratischen Republik Kongo. Die geografische Distanz zwischen beiden Ländern entspricht etwa der Entfernung zwischen Washington D.C. und Kolumbien. "Wir sind ziemlich erstaunt über die Aufmerksamkeit, die er uns schenkt", kommentierte Ramaphosa. "Wir sind ein kleines Land und keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten."
"The Don" hat keinen Schimmer von Südafrikas Apartheid-Geschichte
Cyril Ramaphosa war ein enger Vertrauter des früheren Präsidenten Nelson Mandela, der fast ein halbes Jahrhundert lang für die Befreiung der schwarzen Bevölkerung Südafrikas von der Apartheid kämpfte. Trump hingegen verbreitet seit längerem rechtsextreme Verschwörungstheorien über einen angeblich andauernden "weißen Genozid" unter Ramaphosas Führung.
Der US-Präsident ging sogar so weit, weißen Südafrikanern Asyl anzubieten. Er begründete dies damit, dass sie mit ähnlichen Hindernissen konfrontiert seien wie schwarze Südafrikaner während der Rassentrennung. Befürworter dieser Behauptungen verweisen häufig auf tödliche Angriffe auf Farmen in weißem Besitz.
Tatsächlich hat Südafrika eine der höchsten Kriminalitätsraten des Kontinents. Solche Überfälle treffen jedoch Farmen unabhängig von der Hautfarbe der Besitzer, und schwarze Südafrikaner stellen landesweit die überwältigende Mehrheit der Mordopfer.
Weißes Haus nimmt Donald Trump nach Rassismus-Vorwürfen in Schutz
Das Weiße Haus reagierte auf Ramaphosas Äußerungen, ohne dessen Vorwürfe direkt zu adressieren. Die stellvertretende Pressesprecherin Anna Kelly verteidigte stattdessen Trumps Position. "Präsident Trump macht mutig auf die erschütternden Geschichten der Afrikaner aufmerksam, die gewalttätige Angriffe, Vandalismus, Todesdrohungen, rassistische Beleidigungen gegen Farmer und riesige Menschenmengen erleben, die Lieder singen, die zu ihrem Tod aufrufen", erklärte Kelly. Zudem gebe es Gesetze, die viele von ihnen daran hinderten, Arbeit zu finden. Die südafrikanische Regierung reagiere darauf bestenfalls nicht, so die Sprecherin weiter. Trump hingegen habe "ein humanitäres Herz" und werde weiterhin "die Wahrheit über diese Ungerechtigkeiten aussprechen".
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