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Elon "Musktradamus": Unheimlich präzise Prognose - KI soll Iran-Militärschlag exakt vorhergesagt haben

Der Chatbot Grok von Tech-Milliardär Elon Musk soll den Termin einer massiven Militär-Offensive im Nahen Osten erstaunlich genau prognostiziert haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • KI-Prognose: Grok soll bereits Tage vorher den 28. Februar als Angriffstermin genannt haben.
  • Militäroffensive: USA und Israel starteten an diesem Tag tatsächlich massive Luftschläge.
  • KI-Vergleich: Andere große KI-Systeme lagen mit ihren Einschätzungen daneben.

Der KI-Chatbot Grok von Elon Musk soll den exakten Zeitpunkt des verheerenden US-israelischen Militärschlags gegen den Iran korrekt vorhergesagt haben. Wie der "Daily Star" berichtet, nannte das System bereits am 24. Februar den 28. Februar als Datum für einen größeren Angriff in der Region. An diesem Tag starteten die USA und Israel tatsächlich eine massive gemeinsame Offensive. Bei den Luftangriffen auf Teheran kam der iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei ums Leben – zusammen mit Familienangehörigen und mehr als 40 hochrangigen Funktionären. Musk reagierte auf die scheinbar präzise Prognose seines KI-Systems mit einem Beitrag auf X. "Vorhersage der Zukunft ist das beste Maß für Intelligenz", schrieb der Tech-Milliardär in einem Tweet.

US-Militärschlag gegen den Iran: So kam Grok auf das exakte Datum

Die künstliche Intelligenz stützte ihre Prognose auf mehrere Faktoren. Entscheidend war zunächst das Scheitern der Friedensverhandlungen in Genf, was auf zunehmende Spannungen hindeutete. Zusätzlich wertete Grok Echtzeitdaten zu Truppenbewegungen und Kriegsschiffpositionen im Nahen Osten aus. Diese militärischen Aktivitäten signalisierten dem System, dass ein bewaffneter Konflikt bevorstehen könnte. Als dritten Baustein analysierte die KI Äußerungen von Nutzern und Regierungsvertretern auf der Plattform X. Durch die Auswertung der öffentlichen Stimmung und möglicher Andeutungen von Offiziellen konnte Grok weitere Hinweise sammeln. Aus der Kombination all dieser Informationsquellen leitete das System schließlich seine Vorhersage ab und benannte den 28. Februar als wahrscheinliches Datum für einen größeren Militärschlag.

Andere KI-Tools lagen mit ihren Prognosen daneben

Die "Jerusalem Post" hatte im Vorfeld vier führende KI-Plattformen getestet und nach möglichen Eskalationen in der Region befragt. Neben Grok wurden auch Anthropics Claude, Googles Gemini und OpenAIs ChatGPT mit der gleichen Aufgabe konfrontiert. Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus. Claude verweigerte zunächst eine Antwort und nannte später einen Zeitraum von Anfang bis Mitte März. Gemini prognostizierte ein Fenster zwischen dem 4. und 6. März, während ChatGPT erst den 1. März und dann den 3. März als wahrscheinliche Termine angab. Einzig Grok identifizierte gleich zweimal den 28. Februar als mögliches Datum für einen Militärschlag. Das System verknüpfte seine Einschätzung dabei explizit mit dem Zusammenbruch der Genfer Verhandlungen.

Massive Militäroffensive mit verheerenden Folgen

Die gemeinsame Operation trug die Codenamen "Epic Fury" auf amerikanischer und "Roaring Lion" auf israelischer Seite. Rund 200 israelische Kampfjets griffen mehr als 500 Ziele an – darunter Atomanlagen, Militärhauptquartiere und Raketenbasen. Die Residenz von Ayatollah Khamenei in Teheran wurde mit dutzenden bunkerbrechenden Bomben attackiert. Die USA beteiligten sich mit Tarnkappenbombern und setzten erstmals kostengünstige Einwegdrohnen ein. In den Monaten vor dem Angriff hatten die Vereinigten Staaten ihre Militärpräsenz in der Region auf ein Niveau ausgebaut, das seit dem Irakkrieg 2003 nicht mehr erreicht worden war. Iranische Medien meldeten allein am ersten Tag über 200 Tote und 700 Verletzte. Besonders tragisch: Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule in Minab kamen 148 Menschen ums Leben.

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/sfx/news.de/stg

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