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Angela Merkel: Ex-Kanzlerin sendet überraschende Botschaft an Friedrich Merz beim CDU-Parteitag

Angela Merkel: Ex-Kanzlerin demonstriert Stärke – drei Botschaften an Friedrich Merz Bild: picture alliance/dpa/dpa pool | Kay Nietfeld

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  • Merkel zeigt demonstrativ Verbundenheit zur CDU trotz neuem Parteikurs
  • Langanhaltender Applaus unterstreicht ihren anhaltenden Einfluss in der Partei
  • Verhältnis zu Friedrich Merz bleibt reserviert – nach außen herrscht Burgfrieden

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Vier Jahre lang hatte sie sich von großen Parteiveranstaltungen ferngehalten, doch nun war sie plötzlich wieder mittendrin: Angela Merkel erschien als Ehrengast beim CDU-Parteitag in Stuttgart. Kaum hatte die Altkanzlerin den Saal betreten, bildete sich eine dichte Traube aus Delegierten und Funktionären um sie. Applaus brandete auf, vereinzelte Rufe erinnerten an frühere Zeiten im Kanzleramt. Offiziell blieb ihr Besuch ohne Erklärung. Doch aus Parteikreisen heißt es, Merkel habe die Kritik nicht auf sich sitzen lassen wollen, sie habe sich innerlich von "ihrer" CDU verabschiedet. Ihr Auftritt wirkte daher wie eine demonstrative Rückmeldung.

Signal der Zugehörigkeit von Angela Merkel

Inhaltlich trennen Merkel und Parteichef Friedrich Merz inzwischen deutliche Linien. Ob Energiepolitik, Migrationsfragen oder der Umgang mit Russland. Der Kurs der CDU unter Merz unterscheidet sich spürbar von Merkels Regierungsjahren. Gerade deshalb hatte ihre Präsenz Symbolkraft. Ohne große Gesten, aber mit klarer Wirkung machte sie deutlich: Auch wenn die Partei heute anders tickt, bleibt sie Teil ihrer politischen Biografie und umgekehrt.

Demonstration innerparteilicher Strahlkraft

Als Merz sie auf der Bühne begrüßte, schwoll der Beifall laut "Bild" minutenlang an. Beobachter registrierten genau, wie lange der Applaus anhielt und dass der Parteichef schließlich selbst zur Ordnung rief. Für viele war das mehr als nur Höflichkeit gegenüber einer früheren Vorsitzenden. Der Moment zeigte, dass Merkel in weiten Teilen der Partei weiterhin Rückhalt genießt. Ihr Erscheinen dürfte damit auch als Erinnerung verstanden werden: Politisch mag eine neue Ära angebrochen sein, doch die alte hat noch immer Gewicht.

Kühles Verhältnis mit Burgfrieden

Zwischen Merkel und Merz gilt das Verhältnis seit Jahren als angespannt. Entsprechend nüchtern fiel die Begrüßung aus. Während seiner Rede blieb die Altkanzlerin äußerlich regungslos, applaudierte am Ende jedoch demonstrativ mit dem Saal. Von enger Vertrautheit kann zwar keine Rede sein, aber zumindest nach außen scheint ein pragmatischer Frieden eingekehrt. Für die CDU, die sich neu sortiert, ist das ein wichtiges Zeichen.

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