Donald Trump: Transatlantisches Bündnis wackelt – USA plötzlich als Weltfriedens-Risiko
Donald Trump: Deutschland verliert immer mehr das Vertrauen in die USA. Bild: picture alliance/dpa/AP | Allison Robbert
Erstellt von Mia Lada-Klein
11.02.2026 15.57
- 65 Prozent sehen USA und Donald Trump als Risiko für den Weltfrieden
- Russland bleibt laut Mehrheit größte globale Bedrohung
- Zweifel an militärischem Beistand durch Washington
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Das Bild der Vereinigten Staaten hat sich in Deutschland spürbar eingetrübt. Einer aktuellen Allensbach-Erhebung zufolge betrachten deutlich mehr Menschen als noch vor einem Jahr die USA unter Donald Trump als Risiko für den globalen Frieden. In der neuen Befragung geben 65 Prozent an, dass von den Vereinigten Staaten in den kommenden Jahren eine große Gefahr ausgehen könnte. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag dieser Wert noch erheblich niedriger. Die Zahlen deuten auf einen bemerkenswerten Meinungsumschwung hin.
Russland bleibt größte Bedrohung - Klare Mehrheit sieht Moskau als Risiko
Unangefochten an der Spitze der wahrgenommenen Gefahren steht laut "Stern" weiterhin Russland. Seit Beginn des Ukraine-Krieges ordnet eine große Mehrheit der Bevölkerung Moskau als zentrale Bedrohung für die weltweite Stabilität ein. Aktuell sind es mehr als vier Fünftel der Befragten. Auch China wird von vielen kritisch gesehen. Fast jeder Zweite hält die Volksrepublik für einen möglichen Unsicherheitsfaktor auf internationaler Ebene.
Zweifel an Beistand aus den USA - Vertrauen in Nato-Schutz bröckelt
Neben der generellen Einschätzung zur Weltlage untersuchten die Meinungsforscher auch das Vertrauen in die Bündnistreue Washingtons. Nur rund ein Drittel der Befragten glaubt, dass die USA unter Donald Trump einem europäischen Nato-Partner im Ernstfall militärisch beistehen würden. Ein ähnlich großer Anteil zeigt sich skeptisch, während viele unentschlossen sind. Das transatlantische Sicherheitsversprechen wird damit nicht mehr als selbstverständlich wahrgenommen.
Sorge vor eigener Verwicklung - Kriegsszenario beschäftigt viele
Ob Deutschland selbst in einen bewaffneten Konflikt geraten könnte, halten nur wenige für sehr wahrscheinlich. Dennoch schätzt ein beachtlicher Teil ein solches Szenario zumindest als möglich ein. Ein erheblicher Anteil zeigt sich zudem unsicher. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in persönlichen Überlegungen wider. Ein Teil der Bevölkerung hat nach eigenen Angaben bereits darüber nachgedacht, im Ernstfall das Land zu verlassen. Andere schließen diesen Schritt klar aus.
Terrorangst nimmt leicht ab - Andere Bedrohungen rücken in den Vordergrund
Während geopolitische Spannungen viele Menschen beschäftigen, hat die Furcht vor Terroranschlägen im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Deutlich weniger Befragte fühlen sich aktuell persönlich bedroht. Für den Sicherheitsreport wurden Anfang Januar mehr als tausend Personen ab 16 Jahren bundesweit befragt. Die Erhebung findet regelmäßig statt und bildet Stimmungen und Einschätzungen zur globalen Sicherheitslage ab.
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