Donald Trump: US-Präsident unter Druck nach historischem Korruptions-Schock
Die USA sind unter Donald Trump korrupter denn je. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
Erstellt von Mia Lada-Klein
10.02.2026 18.36
- USA fallen unter Donald Trump im CPI 2025 auf Platz 29 zurück
- Transparency kritisiert politischen Druck auf Justiz und Medien
- Deutschland verbessert sich, verliert aber langfristig an Boden
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Die Vereinigten Staaten schneiden im aktuellen Korruptionsindex von Transparency International so schlecht ab wie nie zuvor. Im ersten Jahr von Donald Trumps zweiter Amtszeit rutscht das Land deutlich im internationalen Vergleich ab und erreicht einen Platz, den es seit Beginn der Erhebungen noch nie belegt hat.
Deutlicher Punkteverlust im CPI 2025
Im Korruptionswahrnehmungsindex 2025 kommen die USA laut "Bild" auf 64 von 100 möglichen Punkten und belegen damit Rang 29. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen enormen Rückschritt.
Die Anti-Korruptions-Organisation übt deutliche Kritik an der politischen Lage in den USA. Demnach würden staatliche Stellen unter Donald Trump zunehmend versuchen, unabhängige Akteure wie Medien und Nichtregierungsorganisationen unter Druck zu setzen. Zudem bemängelt Transparency, dass Entscheidungen von Strafverfolgungsbehörden politisch beeinflusst und die Unabhängigkeit der Justiz geschwächt würden.
Besonders problematisch sei aus Sicht der Organisation die Außerkraftsetzung eines Gesetzes, das Bestechung ausländischer Amtsträger durch US-Unternehmen untersagt.
Wie der Index zustande kommt: Bewertung von Politik und Verwaltung weltweit
Der Korruptionswahrnehmungsindex bewertet die Integrität von Politik und Verwaltung in insgesamt 182 Ländern. Die Ergebnisse basieren auf mehreren internationalen Studien und Expertenbefragungen. Die Skala reicht von 0 Punkten für hohe wahrgenommene Korruption bis zu 100 Punkten für ein sehr geringes Korruptionsniveau.
Deutschland legt im Ranking zu: Verbesserung mit Einschränkungen
Deutschland konnte sich im aktuellen Ranking verbessern und kletterte auf Platz zehn. Mit 77 Punkten erzielte die Bundesrepublik zwei Zähler mehr als im Vorjahr. Nach Einschätzung von Transparency Deutschland ist der Aufstieg jedoch vor allem darauf zurückzuführen, dass andere Länder schlechter abschnitten. Langfristig betrachtet sieht die Organisation dennoch Handlungsbedarf: Im Vergleich zu vor zehn Jahren habe Deutschland an Punkten verloren, was auf Defizite bei der Korruptionsbekämpfung hindeute.
Spitzenreiter und Schlusslichter
An der Spitze des CPI 2025 steht erneut Dänemark, gefolgt von Finnland und Singapur. Die schlechtesten Bewertungen erhielten der Südsudan und Somalia, die das Ranking mit jeweils nur neun Punkten abschließen.
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