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Donald Trump: Verheerender Trump-Effekt wird deutlich - Touristen wenden sich ab

Donald Trump: Seine Politik wirkt sich negativ auf die Tourismus-Branche aus. Bild: dpa/AP/Allison Robbert

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  • Trump-Regierung wirkt sich auf die Tourismus-Branche in den USA aus
  • Expert:innen sprechen von Trump-Effekt: Zahlen belegen weniger Reisenende
  • Fußball-WM als Heilsbringer für den amerikanischen Tourismus

Den "American Way of Life" hautnah miterleben: einmal den Hollywood-Boulevard entlang spazieren oder im New Yorker Central Park stehen - das galt jahrelang für viele als eine der Traumvorstellungen. Doch damit ist jetzt Schluss - aus einem ganz bestimmten Grund.

Tourismus weltweit boomt - doch niemand will in die USA

Wie unter anderem die "Bild"-Zeitung berichtet, bricht der internationale Reiseverkehr während der zweiten Amtszeit von Donald Trump aktuell radikal ein. Das Blatt bezieht sich dabei auf neue Zahlen, welche die "Financial Times" veröffentlichte. Erik Hansen, den Vize-Präsident der "US-Travel-Association" der "Financial Times" erklärte gegenüber den Medien: "Die USA sind das einzige große Reiseziel weltweit, bei dem die Ausgaben internationaler Besucher zurückgehen." Die Auswirkungen seien enorm. Während weltweit der Tourismus laut der UN regelrecht boomt (ein Plus von 4 Prozent), machen die USA derzeit rund 50 Milliarden Dollar Einnahmeverlust, so heißt es. Der Grund dafür liegt für viele auf der Hand.

Trump-Effekt zeigt sich in der Tourismus-Branche - niemand will mehr in die USA

Donald Trump und seine Regierung seien schuld an dem neuerlichen Tourismus-Dilemma. Warum, lässt sich ziemlich schnell erklären: Einreiseverbote für Besucher:innen aus über Dutzend Ländern, ausgesetzte Visa für über 70 Staaten (darunter Brasilien und Thailand), knallharte Grenzkontrollen - das alles trägt dazu bei, dass sich Touristen lieber abwenden.

"Die USA verlieren Marktanteile, da die Verbindungen zwischen Reisen und Handel schwächer werden und die Wahrnehmung einer geringeren Offenheit Besucher abschreckt", erklärtAdam Sacks von "Tourism Economics" in einem Bericht über Reisetrends im Jahr 2025.

Kanada schottet sich ab - keine Besuche mehr in den USA

Laut der "Bild"-Zeitung wird der Trump-Effekt besonders deutlich, wirft man einen Blick auf Kanada. Die Kanadier sollen rund 10,2 Prozent seltener in die USA reisen als zuvor. Und auch Europa (- 3,1 Prozent) und der Nahe Osten ( -3 Prozent) meiden die Staaten. 

Hotelbranche und Fluglinien spüren Auswirkungen des Negativ-Trends

Die Folgen für die US-Wirtschaft seien laut Expert:innen gravierend. Das Analyseunternehmen "Costar" meldet erstmals, dass der Umsatz pro verfügbaren Zimmer (Ein wichtiger Indikator für den Tourismus-Wachstum) seit der Pandemie in den USA abfiel.

Und Fluglinien haben mit wenig Auslastungen auf Nordamerika-Strecken zu kämpfen, berichtet die "Bild". "British-Airways"-Chef Sean Doyle sprach demnach von einer "Delle" in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres. 

Aber was bedeutet das für Donald Trump und die USA?

Fußball-WM soll USA-Tourismus wieder ankurbeln

Die ganze Hoffnung ruhe nun auf die kommende Fußballweltmeisterschaft in den USA. "Die Weltmeisterschaft ist eine Werbeveranstaltung für die Vereinigten Staaten, die von fünf bis sechs Milliarden Menschen weltweit gesehen wird", erklärt Erik Hansen von der US-Travel-Association der "Financial Times". Falls es auch hier zu Komplikationen und negativen Vorfällen kommen sollte, könnte dies "Auswirkungen" haben, die "ein Jahrzehnt" anhalten könnten, erklärt der Experte. Eine fatale Vorstellung angesichts der bereits jetzt deutlichen Negativ-Auswirkungen des Trump-Effekts.

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