J.D. Vance ausgepfiffen: Donald Trump nach Olympia-Demütigung völlig perplex
Bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Mailand erlebte Donald Trumps Stellvertreter J.D. Vance ein Pfeifkonzert erster Güte. Bild: picture alliance/dpa/dpa-POOL | Peter Kneffel
Erstellt von Claudia Löwe
07.02.2026 08.59
- Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand
- US-Vizepräsident erlebt frostigen Empfang bei Sport-Event in Italien
- Pfeifkonzert für J.D. Vance erschüttert Donald Trump
Mit einer kunterbunten Eröffnungsfeier sind die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien gestartet. Das Spektakel, das am Abend des 6. Februar in Mailand zelebriert wurde, geriet für J.D. Vance zum Debakel: Der Vizepräsident der USA, der als Ehrengast auf der Tribüne zugegen war, wurde gnadenlos ausgepfiffen und mit Buh-Rufen begrüßt.
J.D. Vance erlebt lautstarkes Pfeifkonzert bei Eröffnung der Olympischen Winterspiele
Als Donald Trumps Stellvertreter gemeinsam mit seiner Frau Usha während der Athletenparade auf den großen Videoleinwänden im legendären San-Siro-Stadion eingeblendet wurde, brandeten laute Buhrufe und Pfiffe von den Rängen auf. Die US-Athleten selbst wurden vom Publikum kurz zuvor noch gefeiert – die Ablehnung richtete sich gezielt gegen den Vizepräsidenten persönlich. NBC-Kommentatorin Mary Carillo beschrieb die Szene während der Live-Übertragung: "Da ist der Vizepräsident, JD Vance, und seine Frau Usha – oh. Das sind nicht – oh, das sind eine Menge Buhrufe für ihn. Pfeifen, Johlen, etwas Applaus."
Donald Trump verdutzt nach Schmähung von J.D. Vance: "Wird in den USA nicht ausgebuht"
US-Präsident Donald Trump reagierte auf die Buhrufe gegen seinen Stellvertreter mit Verwunderung. An Bord der Air Force One erklärte er gegenüber Journalisten, die Menschen würden Vance eigentlich mögen. Allerdings befinde sich der Vizepräsident derzeit im Ausland – "in diesem Land wird er nicht ausgebuht", so Trump im Brustton der Überzeugung.
Diese Aussage entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Allein in Washington wurde Vance im vergangenen Jahr mehrfach öffentlich ausgebuht. Ein dokumentierter Fall ereignete sich bei einem Konzertbesuch im Kennedy Center, jenem renommierten Kulturhaus, das Trump kurz nach seinem Amtsantritt unter seine Kontrolle gebracht hatte. Das frühere Wahlkampfteam von Kamala Harris kommentierte die Szene aus Mailand auf der Plattform X mit den Worten: "Alle haben trotzdem gebuht. Traurig!"
Weltpolitik hallt durch das Stadion: Pfiffe für Israel, Jubel für Ukraine
Nicht nur Trumps Stellvertreter Vance bekam die Stimmung der Zehntausenden Zuschauer bei der Olympia-Eröffnung zu spüren. Als die israelische Delegation ins San-Siro-Stadion einlief, ertönten ebenfalls deutliche Pfiffe und Buhrufe von den Rängen. Ein völlig anderes Bild zeigte sich beim Einmarsch der ukrainischen Mannschaft: Die kleine Delegation erhielt besonders langen und lauten Jubel. Der ukrainische Fahnenträger Wladislaw Heraskewitsch, der die Flagge bei der parallelen Feier in Cortina d'Ampezzo trug, fand vor der Zeremonie emotionale Worte zur Situation seines Heimatlandes. "Wir sollten verstehen, dass es eine extrem schwierige Zeit in der Ukraine ist und dass dies noch mehr Ehre und Verantwortung für mich bedeutet", sagte der Skeletonpilot. "Sport ist wichtig, aber das Leben von Menschen ist noch wichtiger, also unterstützt weiter die Ukraine."
J.D. Vance mit ICE-Beamten in Italien - Studentenproteste gegen US-Einwanderungsbehörde
Bereits vor der Eröffnungsfeier hatten mehrere Hundert Studenten in Mailand gegen die Präsenz von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den Winterspielen demonstriert. Die Behörde steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten massiv in der Kritik – bei Einsätzen wurden auch zwei Menschen getötet.
Vance war am 5. Februar in der italienischen Metropole eingetroffen und hatte unter anderem Ministerpräsidentin Giorgia Meloni getroffen. Die ICE-Beamten sollen im Rahmen der US-Olympiadelegation für den Schutz hochrangiger Vertreter wie Vance und Außenminister Marco Rubio sorgen. Alessandro Capella, Vorsitzender der Demokratischen Partei in Mailand, erklärte gegenüber "NPR": "Es geht nicht nur um die Olympischen Spiele, es geht um Gerechtigkeit in der Welt. Wir wollen ICE hier nicht haben."
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