Vor den Zwischenwahlen in den USA: "Da bahnt sich etwas an..." Donald Trumps Manipulationsplan aufgeflogen
Donald Trump will bis heute nicht wahrhaben, dass der Sieg bei den Präsidentschaftswahlen 2020 an Joe Biden ging. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Claudia Löwe
03.02.2026 20.30
- Midterm-Wahlen in den USA finden im November 2026 statt
- Will Donald Trump die Zwischenwahlen mit Drohungen und Razzien manipulieren?
- Ex-Fox-Moderatorin erklärt Warnsignale für Trumps Manipulations-Plan
Dass Donald Trump die Präsidentschaftswahlen 2020 verlor und seinen Platz im Weißen Haus zähneknirschend dem Demokraten Joe Biden überlassen musste, hat der Republikaner bis heute nicht verwunden. Trump behauptet weiter steif und fest, die demokratische Partei habe das Wahlergebnis manipuliert und ihn um seinen rechtmäßigen Sieg gebracht - hieb- und stichfeste Beweise dafür konnte Donald Trump indes nie vorbringen. Jetzt, da die Zwischenwahlen in den USA immer näher rücken, wächst die Sorge, Trump selbst könne den Ausgang der Midterms bereits im Vorfeld mit unlauteren Machenschaften zu seinen Gunsten beeinflussen, wie "Raw Story" schreibt.
Donald Trump unter Manipulationsverdacht vor Midterm-Wahlen im Herbst 2026
Aktuell ist es die frühere Fox-News-Moderatorin Gretchen Carlson, die wegen möglicher Eingriffe in die kommenden Zwischenwahlen Alarm schlägt. Bei einem am 2. Februar ausgestrahlten Auftritt im CNN-Programm "OutFront" sprach die Journalistin von "riesigen roten Flaggen", die auf Unregelmäßigkeiten hindeuten könnten. "Da geht etwas vor sich mit den Midterm-Wahlen", warnte Carlson. Die ehemalige Nachrichtensprecherin, die den Sender Fox 2016 verließ, bezog sich dabei auf jüngste Aktionen der Trump-Regierung. Besonders zwei Vorfälle hätten ihre Aufmerksamkeit erregt: eine FBI-Razzia in Georgia sowie Drohungen der Justizministerin gegenüber Wahlbeamten in Minnesota.
Manipuliert Donald Trump die Zwischenwahlen in den USA? Telefonat mit FBI-Agenten sorgt für Beunruhigung
Ende Januar 2026 durchsuchte das FBI das Wahlbüro in Fulton County im US-Bundesstaat Georgia. Die Behörde beschlagnahmte dabei Medienberichten zufolge Unterlagen im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl 2020. Hintergrund seien die - von der Justiz vielfach widerlegten - Behauptungen Donald Trumps, die Wahl sei damals zugunsten des Demokraten Joe Biden manipuliert worden. Der als "Swing State" hart umkämpfte Bundesstaat Georgia hatte bei der Wahl 2020 eine zentrale Rolle gespielt. Biden gewann in dem Bundesstaat damals mit etwa 12.000 Stimmen Vorsprung. Trump bemühte sich, seine Wahlniederlage dort - wie auch in anderen Bundesstaaten - nachträglich noch ändern zu lassen.
Unter anderem rief der Republikaner damals den obersten Wahlaufseher Georgias, Brad Raffensperger, dazu auf, genügend Stimmen für ihn "zu finden", um das Ergebnis "nachzuberechnen" und zu seinen Gunsten zu drehen. Trump wurde später wegen seiner Versuche angeklagt, den Ausgang der Präsidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat zu beeinflussen. Im November 2025 wurde das Verfahren aber eingestellt.
Donald Trump mischt sich in FBI-Razzia ein - Justizministerin droht Wahlbeamten
Laut einem Bericht der "New York Times" soll "The Don" nun während des laufenden Einsatzes in Georgia selbst zum Telefon gegriffen und die vor Ort tätigen Agenten angerufen haben. Dieser direkte Kontakt des Präsidenten zu ermittelnden Beamten erregte Gretchen Carlsons besondere Aufmerksamkeit.
Auch ein Schreiben von Justizministerin Pam Bondi an Behörden in Minnesota beunruhigt die ehemalige Fox-Moderatorin. Darin habe Bondi den Beamten mitgeteilt: "Wenn Sie mir einfach Ihre Wählerverzeichnisse aushändigen, werde ich vielleicht verschwinden." Carlson wertet dies als weiteres Warnsignal.
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