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Wladimir Putin: Trump in seiner "Honigfalle"? Neue Epstein-Akten enthüllen brisante Verbindung

Wladimir Putin wird mit der Epstein-Affäre in Verbindung gebracht. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Neue Enthüllungen über mögliche Verbindungen von Jeffrey Epstein zu Wladimir Putin
  • Sexualstraftäter soll im Auftrag des Kremls "größte Honigfallen-Operation der Welt" betrieben haben
  • E-Mails belegen geplante Treffen zwischen Epstein und dem Kremlchef

In den am Freitag vom US-Justizministerium freigegebenen Akten tauchen erneut mehrere prominente Namen auf, die über Jahre hinweg guten Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gepflegt haben sollen. US-Präsident Donald Trump wird mit der Misshandlung Minderjähriger in Verbindung gebracht. Zudem gibt es seltsame Fotos von Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor, die ihn kniend auf dem Boden über einer unkenntlich gemachten Frau zeigen. Weitere brisante Enthüllungen betreffen Kremlchef Wladimir Putin.

Wladimir Putin wird in Epstein-Akten über 1.000-mal erwähnt

Diese werfenFragen über mögliche Verbindungen des pädophilen Epsteins zu russischen Geheimdiensten und Israel auf, wie aktuell die "Daily Mail" berichtet.Laut Geheimdienstquellen soll der Financier "die größte Honigfallen-Operation der Welt" im Auftrag des FSB betrieben haben. Die Taktik: Er besorgte junge Frauen aus Russland für seine einflussreichen Kontakte. Kompromittierendes Material, das bei den Treffen entstand, leitete er an den FSB weiter.

Die mehr als drei Millionen freigegebenen Unterlagen enthalten 1.056 Dokumente, in denen der russische Präsident Wladimir Putin namentlich erwähnt wird. Weitere 9.629 Dateien beziehen sich auf Moskau. Besonders brisant: Epstein scheint selbst nach seiner Verurteilung wegenAnwerbung eines Kindes zur Prostitution im Jahr 2008 Treffen mit Putin arrangiert zu haben.

Handelte Jeffrey Epstein im Auftrag des Kremls?

Geheimdienstexperten vermuten, dass Epsteins auffällig luxuriöser Lebensstil, der nicht zu seiner Karriere als Finanzberater passte, durch diese Verbindungen erklärbar sein könnte. Direkte dokumentarische Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen Putin und Epsteins illegalen Aktivitäten fehlen allerdings.

Sexualstraftäter könnte Moskau mit Informationen über Donald Trump versorgt haben

In einer E-Mail vom 11. September 2011 schreibt ein nicht identifizierter Kontakt an Epstein über einen "Termin mit Putin" während einer bevorstehenden Russland-Reise. Auch für 2014 war offenbar ein weiteres Treffen mit dem Kreml-Chef geplant – dieses wurde jedoch offenbar nach dem Abschuss eines Passagierflugzeugs von "Malaysia Airlines" über der Ukraine abgesagt. Weitere Dokumente enthüllen, dass Epstein vor einem Gipfeltreffen mit Putin in Helsinki versprochen hatte, dem Kreml wertvolle Einblicke zu Donald Trump zu geben.

Die Dokumente enthalten auch eine E-Mail, in der behauptet wird, Multimilliardär Bill Gates habe einen Epstein-Berater um Medikamente gegen Geschlechtskrankheiten gebeten – angeblich wegen "Sex mit russischen Mädchen". Gates wies dies als "völlig falsch" zurück. Epstein soll zudem Prinz Andrew im August 2010 angeboten haben, ihn einer "schönen" 26-jährigen Russin vorzustellen.

Eine Geheimdienstquelle fasste die Situation zusammen: "Andrew, Bill Gates, Donald Trump, Bill Clinton und all die anderen wurden auf einer mit modernster Technologie ausgestatteten Insel in kompromittierende Situationen gebracht." Die US-Behörden hätten Epsteins Russland-Kontakte jahrelang beobachtet, während britische Dienste wegen der royalen Verbindung zurückhaltender gewesen seien.

Half Jeffrey Epstein einem russischen Agenten?

Die Experten gehen zudem davon aus, dass Epstein durch Geschäftsbeziehungen mit dem Medienmogul Robert Maxwell in die Welt der Spionage eingeführt wurde. Maxwell, dessen Leiche 1991 im Atlantik gefunden wurde, soll seit den 1970er-Jahren als russischer Agent tätig gewesen sein. Im Gegenzug für seine Dienste habe Maxwell russisches Geld in den Westen geschleust – mit Epsteins Hilfe, so die Quellen.

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