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AfD: Rechte Partei warnt vor "Wettermanipulation" - hitziger Schlagabtausch im Bundestag

Die AfD warnt in einem aktuell vor "Wettermanipulation". (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/ARochau

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  • AfD-Fraktion bringt Antrag gegen "Wettermanipulation" im Bundestag ein
  • Debatte über Geoengineering-Maßnahmen der Bundesregierung
  • Laut SPD und CDU warnt AfD vor Problem, das gar nicht existiert

Im Bundestag kam es am Donnerstagabend zu einer ungewöhnlichen Debatte: Die AfD hatte einen Antrag eingebracht, der sich mit angeblicher "Wettermanipulation" durch die Bundesregierung befasst. Darüber berichtet die "Bild".

AfD warnt mit Antrag vor Geoengineering

Wie das Boulevardblatt schreibt, trug die Abgeordnete Nicole Höchst (55) dabei vor, es werde "ernsthaft" darüber nachgedacht, Feinstaubteilchen "gezielt in die Atmosphäre einzubringen, um klimatische Effekte zu erzielen". Diese Partikel würden sich mit der Zeit ablagern.Der "Klimaextremismus" wolle "die Pforten der Hölle" öffnen, so Höchst in ihrer Rede. Mit dem Antrag fordert die Fraktion neue gesetzliche Regelungen gegen Geoengineering-Maßnahmen. Diese sehen technische Eingriffe in das Klimasystem vor, sind jedoch höchst umstritten, weil sie die Ursachen des Klimawandels nicht beseitigen.

SPD und CDU weisen AfD-Vorwürfe zur "Wettermanipulation" zurück

Vertreter der Regierungskoalition wiesen die Vorwürfe laut "Bild" entschieden zurück. Der CDU-Abgeordnete Reza Asghari (64) stellte klar, dass Wettereingriffe ausschließlich "in streng reguliertem Rahmen" stattfänden. Sein SPD-Kollege Holger Mann (46) betonte den Unterschied zwischen lokalen Wetterversuchen und globalem Geoengineering – letzteres werde weder in Deutschland noch in der EU praktiziert. Hierzulande existiere lediglich regionale Hagelabwehr ohne jegliche Klimaauswirkungen. 

Konstruiert die AfD ein Bedrohungsszenario?

Die AfD erschaffe mit ihrem Antrag ein Bedrohungsszenario ohne Realitätsbezug. "Sie malen ein Problem an die Wand, das nicht existiert, und wollen dafür neue Gesetze und Bürokratie schaffen", kritisierte der SPD-Politiker.

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/bua/news.de/stg

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