Landtagswahl: Umfrage: Jeder Dritte im Südwesten will Boris Palmer in Landespolitik
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas
Erstellt von Sarah Knauth
27.01.2026 04.03
Mehr als ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg wünscht sich einer Umfrage zufolge, dass Boris Palmer nach der Landtagswahl eine Rolle auf Landesebene spielt - obwohl der Tübinger Oberbürgermeister darauf überhaupt keine Ambitionen zeigt. 39 Prozent der Befragten gaben in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur an, Palmer solle nach der Wahl am 8. März ein Amt in der Landespolitik bekommen. Dagegen sprechen sich 18 Prozent der Befragten aus, 21 Prozent haben keine Meinung, und weitere 21 Prozent kennen den parteilosen Politiker, der früher den Grünen angehörte, nicht.
Auch bei der Bekanntheit sticht Palmer viele Landespolitiker aus. Fast vier von fünf Befragten (79 Prozent) kennen Palmer der Umfrage zufolge. Damit ist er nach Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir (94 Prozent) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (93 Prozent) der drittbekannteste Politiker im Südwesten. Zum Vergleich: Den CDU-Spitzenkandidaten für die Wahl, Manuel Hagel, kennen der Umfrage zufolge 52 Prozent der Befragten. AfD-Kandidat Markus Frohnmaier ist 46 Prozent der Befragten ein Begriff.
Immer wieder Debatten über Rückkehr zu den Grünen
Palmer war zu Beginn seiner Karriere Landtagsabgeordneter in Stuttgart und ist seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen. Er war bereits als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) gehandelt worden, bevor er 2023 nach mehreren Skandalen bei den Grünen austrat.
Über Palmers Rolle gibt es seit längerem immer wieder Diskussionen. So hatte sich der 53-Jährige selbst kürzlich offen für eine Rückkehr zu den Grünen gezeigt. Auch führende Köpfe der Grünen hatten immer wieder Signale der Annäherung gesendet, etwa Spitzenkandidat Özdemir und Ministerpräsident Kretschmann.
Für die repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov vom 14. bis 22. Januar 1.028 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in Baden-Württemberg. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,3 und 3,1 Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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