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Donald Trump: US-Wähler bremsen Militäreinsatz in Grönland – Pläne geraten ins Stocken

Donald Trump: Militäreinsatz gegen Grönland? Selbst Anhänger sagen Nein. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

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  • Mehrheit der Trump-Wähler lehnt Militäreinsatz gegen Grönland ab
  • Sicherheitsargumente überzeugen weder Bevölkerung noch Verbündete
  • Internationale Kritik an Trumps Grönland-Vorstoß wächst weiter

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Ein möglicher Militäreinsatz der USA zur Kontrolle über Grönland findet selbst im eigenen politischen Lager von Donald Trump kaum Rückhalt. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Trump-Wähler lehnt den Einsatz militärischer Gewalt deutlich ab.

Sicherheitsargumente stoßen auf Widerstand

Trump hatte zuletzt erneut betont, die arktische Insel sei aus sicherheitspolitischer Sicht unverzichtbar für die USA. Mit Blick auf Russland und China sprach er laut "Newsweek" von einer strategischen Notwendigkeit und schloss auch militärische Mittel nicht ausdrücklich aus. Diese Rhetorik sorgt jedoch nicht nur international für Kritik, sondern auch innerhalb der US-Bevölkerung für breite Ablehnung.

Klare Zahlen aus aktueller Befragung zu Donald Trumps Grönland-Vorstoß

Nach einer Erhebung von "YouGov" und "The Economist" sprechen sich 72 Prozent der US-Bürger gegen einen militärischen Zugriff auf Grönland aus. Nur neun Prozent befürworten dieses Szenario. Selbst unter Trump-Wählern überwiegt die Skepsis: 54 Prozent lehnen einen Militäreinsatz ab, lediglich 22 Prozent würden ihn unterstützen.

Anders fällt das Bild beim Thema Kauf aus. Zwar ist auch hier die Gesamtbevölkerung mehrheitlich dagegen, doch unter Trump-Anhängern findet diese Option deutlich mehr Zustimmung.

Internationale Kritik und politische Warnungen

Trumps Vorstoß belastet die Beziehungen zu europäischen Partnern spürbar. Führende Politiker machten klar, dass Grönland nicht zur Disposition stehe. Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen betonte erneut, sein Land wolle weder verkauft noch von den USA regiert werden. Auch innerhalb der USA wächst der Widerstand. Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon bezeichnete militärische Überlegungen öffentlich als verantwortungslos und warnte vor politischen Konsequenzen. Berichten zufolge kam Trumps Grönland-Vorstoß auch innerparteilich nicht gut an und selbst eine Amtsenthebung stand im Raum.

Geopolitik, Klima und strategische Interessen

Grönlands Bedeutung ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Schmelzendes Eis öffnet neue Handelsrouten, zugleich gewinnt die Arktis militärisch an Relevanz. Trump verknüpft das Thema mit seinem geplanten Raketenabwehrprojekt "Golden Dome" und verweist auf bestehende US-Militärpräsenz auf der Insel.

Trotz scharfer Worte hat die US-Regierung bislang aber noch keine konkreten Schritte unternommen, um Grönland zu übernehmen. Die Debatte sorgt jedoch weiter für Unruhe zwischen den USA und ihren Verbündeten. Ob aus der politischen Rhetorik tatsächliche Konsequenzen folgen, bleibt offen.

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/ife/news.de

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